
Einer der lästigsten Angelegenheiten bei der Arbeit als Live-Kameramann ist die immer wiederkehrende Frage nach dem “wohin mit dem Ablauf”. Der eine faltet ihn ordentlich zusammen und steckt ihn in die Gesäßtasche, der andere gibt ihn seinem Kabelhelfer, der jetzt zusehen muß, wie er einerseits das Kabel zieht und andererseits dem Kameramann die richtigen Positionen souffliert. Manche Kameramänner schreiben sich die wichtigen Angaben auf einen kleinen Zettel, den sie an die Kamera kleben. So brauchen sie nur den Kopf von der Kamera zu nehmen und schon haben sie wieder den Überblick. Diese Methode erfordert allerdings eine Portion Fleiss und sieht in der Vorbereitung uncool aus, weshalb das so wenige machen. Inmitten des Publikums aber während der Sendung den Kabelhelfer anmeiern, wirkt nach außen hin zumindest wie perfektes Krisenmanagement und vor allem eins: wichtig.
Die nettesten Kollegen überfordern sich da lieber selbst und packen das Zeug irgendwohin und nun weiß ich auch, warum Sandra selbst bei eisigster Kälte den Bauchnabel freilässt. Besonders praktisch: Die breiten Gürtelschlaufen als Haltestellen für Kugelschreiber.