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Nette Hilfsmittel

Abgelegt unter: | Mathias | 27. Jan 2005 | 03:30 Uhr

Gerade habe ich ein paar nette Hilfsmittel für Blogger entdeckt. Es handelt sich um fünf frei erhältliche/downloadbare PHP Skripte, die Interessantes zu Tage führen.

TrackPro v1.0
Ein Logfile-Tool um herauszufinden, wer die Seite besucht und woher er kommt. Kann zusätzlich zu vorhandenen Systemen eingesetzt werden.

Google SERP Position Check
Ein einfaches Skript um die eigene Position auf der Google-Ergebnisseite herauszufinden. (SERP = Search Engine Results Page) Einfach in der oberen Texteingabe die Suchbegriffe eintragen, mit denen eine Seite gefunden werden soll, und in der unteren die Adresse der Seite um die es geht. Sofern sie sich unter den Top 100 bei Google befindet, wird die Plazierung angezeigt.

Yahoo! SERP Position Check
Ein einfaches Skript um die eigene Position auf der Yahoo!-Ergebnisseite herauszufinden. (SERP = Search Engine Results Page) Einfach in der oberen Texteingabe die Suchbegriffe eintragen, mit denen eine Seite gefunden werden soll, und in der unteren die Adresse der Seite um die es geht. Sofern sie sich unter den Top 100 bei Yahoo! befindet, wird die Plazierung angezeigt.

Serch Engine Index Report
Ein flottes Skript, um mal schnell herauszufinden, wieviel Seiten einer bestimmten Webseite bereits in folgenden Diensten indexiert wurde: AlltheWeb, Google, HotBot, Lycos, MSN Search und Yahoo!. Der Index Report kann auch herausfinden, ob eine Seite in DMOZ und Zeal geführt wird.

Link Popularity Report
Popularity Report v1.0 ist ein Allzweckwekzeug um die Zahl der Seiten zu sehen, die einen Link in ihrer Website haben, der auf Deine Seite verweist. Unterstützt werden folgende Dienste: AlltheWeb, AltaVista, Google, HotBot, MSN Search und Yahoo! Der Popularity Report kann auch herausfinden, ob eine Seite in DMOZ und Zeal geführt wird und wie Dein Alexa Traffic Ranking aussieht.

Eiterwellenschock

Abgelegt unter: | Mathias | 22. Jan 2005 | 01:25 Uhr

fernseher

Mal ehrlich:
Erst denkt man doch boah, was für eine Schweinerei, reiht sich in die lange Schlange der Solidaritätsliste ein und verteufelt zichfach eine billige, schlampig gemachte Sendung.
Mords Leistung - ganz toll.
Ach wie gut, dass niemand merkt, wer der Nutznießer dieser Aktion wirklich ist. Es ist nämlich kein geringerer, als der, der sich jetzt so aufgebracht selbst in Szene setzt und “Lüge!” ins Land brüllt. Hatte er sich im Vorfeld selbst noch als erfahrener und cleverer Interviewpartner eingeordnet, so soll jetzt bitteschön jeder nachvollziehen, wie übel ihm mitgespielt worden ist.

Ab wann tut Mediengeilheit eigentlich weh?

Schmerzt sie erst nachdem man sich ein Fernseh-Team ins Haus holt, um dann staunend festzustellen, dass die mit dem Material dann doch ihren eigenen Prämissen folgen? Hat der Meister der second-hand Recherche, hier eigentlich Tomaten auf den Augen gehabt? Ausgerechnet der? Der, der keine Gelegenheit auslässt, seinen unantastbaren Finger ungefragt in die Wunden anderer zu stechen? Jener gottgleiche Blogger, der die “angeblich so besser recherchierenden »echte« Journaille” doch “nur” aufnimmt und ohne Konsequenzen kommentiert? Hände schmutzig machen? Aber nein, wie wir bei ihm lesen können, unterscheidet genau das doch den Blogger vom Journalisten. Amen!

Wie, um Himmels Willen, konnten sie unseren pfiffigen Tausendsassa eigentlich derartig täuschen, dass ihm seine einmaligen investigativen Talente hier so grottendämlich die Folgschaft versagten? Hat ihm am Ende seine eigene Eitelkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht?

Nein. Ich sage, er wusste, was da passiert.
Seine PR-Bauernschläue sagte ihm, dass er auf diese Weise wunderbar im Gespräch bleibt und die Meinungsführerschaft in der Szene gerade mit solchen Methoden ausbauen kann. Nicht ohne Grund blickt er an dieser Stelle grinsend auf die Auslastung seines Servers. Schließlich ist er doch DER deutsche Chefblogger und darum weiß er selbstverständlich, wie man mit dem Mob umzugehen hat, der verhuscht seinen Kommentarbereich bewohnt. Willenlose Lemminge, die einer nach dem anderen den gleichen dummen Stuss nachblökt, bevor er sich von der Klippe in das IT-Boulevardniveu stürzt. Gespannt warten wir schon auf die gemeisame Kochorgie mit dem bis dahin fertig dressierten Köter bei Bio.

Ihr wisst nicht wen ich meine, nein?
Na dann macht doch mit mir, was ihr wollt.

Trackbackspam erste Hilfe

Abgelegt unter: | Mathias | 11. Jan 2005 | 13:41 Uhr

trackback

Die neuste Schrei unter den Spammern ist es, die Weblogs mit Pingbacks und Trackbacks anzugehen. Weil WordPress diese Kanäle bisher anders behandelt, als die normalen Kommentare, kann der Spam (und das macht er auch!) auf diese Weise ungehindert durch die bisherigen Barrieren hindurch schlüpfen. Die Entwickler arbeiten unter Hochdruck daran, diese Lücken so effektiv, wie möglich zu schließen, aber diese Techniken benötigen noch Zeit zum programmieren und zum testen.

Hier also eine erste (Not-) Lösung, die man auf englisch bei Tamba2 nachlesen kann:

Nicht vergessen:
Fertige Kopien von allen Dateien an, die Du verändern willst, bevor Du sie veränderst!

Die folgende erste Lösung stammt von LisaS (engl.)

Versionen:
Die beschriebene Lösung sollte auf den meisten Weblogs der Version 1.2 funktionieren (Für die Version 1.5 bitte ganz unten bei Update schauen) :

Man öffnet die wp-trackback.php mit einem einfachen Texteditor. Dort suchen wir nach folgendem Code:

if(check_comment($author, $email, $url, $comment, $user_ip)) {
$approved = 1;
} else {
$approved = 0;
}

Das sind die Zeilen 69 -73 in der Originaldatei. Jetzt schauen wir genauer hin und suchen darin den Ausdruck $approved = 1; Diesen Wert setzen wir nun genauso, wie es zwei Zeilen tiefer steht, auf Null. Der ganze Block müsste jetzt in etwa so aussehen:

if(check_comment($author, $email, $url, $comment, $user_ip)) {
$approved = 0;
} else {
$approved = 0;
}

Anmerkung: Die ganz normalen Kommentare bleiben davon völlig unberührt. Lediglich alle eintrudelnden Trackbacks müssen ab sofort vom Weblogbetreiber freigeschaltet werden, bevor sie veröffentlicht werden.


Komplett entfernen.

Manch einer hat jetzt die Nase von dem ganzen Spamkram bereits so voll, dass er die Trackbacks komplett deaktivieren möchte. Hier geht man man besten so vor: Wir suchen in der in der gleichen Datei (wp-trackback.php) nach folgender Zeile:

$pingstatus = $wpdb->get_var(”SELECT ping_status FROM $tableposts WHERE ID = $tb_id”);

Diese Zeile müssen wir auskommentieren.
Wie das geht? Einfach zwei Slashes an den Anfang der Zeile stellen. Fertig.
Direkt eine Zeile tiefer trägt man $pingstatus = ‘closed’; ein.
Die Zeilen 31 und 32 sollten jetzt folgendermaßen aussehen:

//$pingstatus = $wpdb->get_var(”SELECT ping_status FROM $tableposts WHERE ID = $tb_id”);
$pingstatus = ‘closed’;

Anmerkung: Die ganz normalen Kommentare bleiben davon völlig unberührt. Lediglich alle Trackbacks werden ab sofort ignoriert.

Siehe auch: Original Forumsbeitrag (engl.)

Man kann sich auch von drdave das Spam Karma Plugin
einmal näher anschauen. Es enthält bereits Elemente, die gegen den Trackbackspam eingesetzt werden können. Diejenigen, die es schon länger benutzen sollten übrigens unbedingt das Plugin updaten.

[Update:]
Leider funktioniert der oben beschriebene Lösungsweg nicht bei der neuen WordPress 1.5 Version. Völlig hilflos müssen wir uns aber dennoch nicht fühlen. Die von Herbert in den Kommentaren bereits erwähnte Lösung, bietet ein komfotables Plugin an, das man mittlerweile auch für die Version 1.5 haben kann.

Tipp: Der von der Wirkung dem Trackback recht ähnliche Pingback funktioniert zwar technisch etwas anders, sollte bei der Gelegenheit aber auch mit der entsprechenden Plugin-Lösung belegt werden.

Gewissensfrage

Abgelegt unter: | Mathias | 06. Jan 2005 | 15:56 Uhr

tsunami

Ich erinnere mich noch genau an eine Diskussion, die wir unter Kollegen einmal zu dem Thema "hinhalten, oder helfen?" führten. Es ging um die moralische Kompetenz in unserem Beruf. Wann schaltet man die Kamera aus um jemanden zu retten? Was zeigt man, was lässt man weg?

Entzündet hatte sich diese Debatte an einem Vorfall bei einer Überschwemmung vor vielen Jahren in Indien. Ein amerikanischer Kameramann hatte ein Kind entdeckt, dass sich in einem Wasseloch irgendwie eingeklemmt hatte und nicht mehr herauskam. Verzweifelt versuchte es freizukommen und rief um Hilfe. Statt ihr aber zu helfen, drehte dieser Kameramann den gesamten Todeskampf des kleinen Mädchens. Wie wir weiter erfuhren, begründete er damals sein Handeln damit, dass er dem Mädchen sowieso nicht mehr helfen konnte und darum den dringenden Wunsch hatte dieses unglaubliche Unglück der Weltöffentlichkeit mit möglichst eindringlichen Bildern vor Augen zu führen.

Vielleicht zwei Jahr später, ich war noch Kameraassistent, bot mir ein Redakteur seine Hilfe an, vorzeitig Kameramann zu werden. Er hatte, wie man so sagt, die besten Beziehungen und so war ich gut damit beraten, sein Angebot auch ernst zu nehmen. Die Bedingung hatte es aber in sich: Kriegsberichterstattung in Sarajevo. Ohne lange zu überlegen, lehnte ich ab und mußte ein Jahr länger darauf warten Kameramann zu werden. Wenn man sich auf das Leid anderer konzentriert, macht man nicht nur hierzulande Karriere, so ist das. Er machte sie, obwohl gut zwei duzend Kollegen in seiner Umgebung im Job besser waren. Er war dafür aber in Krisengebieten unterwegs gewesen.

In diesen Tagen musste ich öfter daran denken.

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