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Spurensicherung

Filed under: | Mathias | 10. Sep 2006 | 20:51 Uhr

Ausweise

Heute haben wir mal wieder Spätjahresputz gemacht.
Und wie immer, wenn wir das tun, gibt es eine nette Diskussion über eine etwas seltsame Krankheit der Kameraleute:

Das Sammeln von Ausweisen und Zugangsberechtigungen.

Ich bin mir zwar nicht so sicher, ob das nun wirklich alle Kameraleute weltweit machen, aber zumindest die entschiedene Mehrheit meiner Kollegen hier in Frankfurt tun das. Bei Stefan zum Beispiel werden sie zunächst in 6 Pappkisten (die für Aktenordner) zwischengelagert. Von Zeit zu Zeit wählt er dann die besten Stücke aus, um sie auf einer Plakatgroßen Pinnwand im Flur zu drapieren.

Wenn wir dann unter uns vor diesen kitschigen Erinnerungstafeln stehen, zucken wir meist hilflos mit den Achseln und geben zu, dass uns eigentlich rein garnichts von Tokio Hotel Fans unterscheidet. Die beppen sich schließlich auch jeden Quatsch, der mit der Gruppe zu tun hat an die Wand.

So, und jetzt habe ich gerade schweren Herzens das unmögliche geschafft und rund 3/4 der Karten in die Tonne gekippt. Lilo, die wohl meinen sentimentalen Blick bemerkt hat, meinte grinsend, ich solle doch eine Selbsthilfegruppe aufmachen.

Nach einer munteren Verfolgungsjagd quer durch die Wohnung habe ich sie unter der Dusche gestellt und abgebraust.

hmpff.

Tontasche

Filed under: | Mathias | 29. Aug 2006 | 13:08 Uhr

Taube

Meine Güte was schleppen Kameramänner immer für ein Zeug mit sich herum: Stativ, Filter, Ersatzakkus, Bänder, Black Wrap, Klebeband, Birnchen, Handlampe, Regenzeug, ach ja – und das berühmte Lederläppchen für das Okkular.

Schließt man hingegen die Augen und und stellt sich einen Tonmann vor, sieht doch jeder die leichte Kavallerie mit Mikro, Angel und Umhänge-Mischer. Fertig.

Gut, da kommen vielleicht noch ein bisschen Kabel und die Empfänger für drahtlose Mikos hinzu, aber das kann ja nicht die Welt sein.

Oder?

Taubenreling

Filed under: | Mathias | 27. Aug 2006 | 14:14 Uhr

Taube

An einem dieser letzten Sommertage beschlossen wir, ein ausgedehntes Frühstück im Café Journal (mit Wacker Kaffee!) zu zelebrieren. Das kleine Café befindet sich direkt neben dem Zoo und mit Ausnahme der Wespen, die sich manchmal sogar im Zuckerstreuer befinden, stört auch niemand. Unser Lieblingsplatz ist der Bereich direkt neben dem Eingang an der Hauswand, denn dort kann man sich nicht nur zurücklehen, sondern hat auch die beste Übersicht und muß nicht ständig herumrücken, wenn jemand mal aufs Klo muß.

Ich lehne mich also zurück, nehme die Hände in den Nacken und strecke mich genüsslich, als mein Blick nach oben ging.

Sekunden später entkomme ich nur knapp einem Anschlag.
Die wirklich gefährlichen Tiere leben nicht im Zoo. Sie lauern über uns.

Focus führt neue Reschtstschreipung ein

Filed under: | Mathias | 26. Aug 2006 | 18:41 Uhr

focus

Nachtrag: Und eben haben sie den Hessen aus der Redaktion geworfen. (20:31 MEZ)

Verschiebebahnhof

Filed under: | Mathias | 24. Aug 2006 | 21:59 Uhr

wasserschlacht

So, nun isses passiert: Blogger meets Blogger.
Gestern habe ich zum ersten Mal beruflich einen Bloggerkollegen portraitiert.
Und es traf den Taxiblogger aus Frankfurt.

Typisch für die Materie war dann auch der bisherige Verlauf zur Veöffentlichung des kleinen Beitrags über Frank. Ich glaub’ Mareike war’s, die vorgestern Kristina den Ausschnitt aus der FAZ mit der Bemekung zuschob, das das doch etwas für die News sei. Kristina las, fand das dann auch so und rief Frank an. Ich wiederum, saß ihr gegenüber und steckte mitten in den Recherchen zu einem Beitrag zum Waldkunstpfad.

Dann fiel bei Kristinas Telefonat das Wort “Blogger”

Klar wollte ich das drehen.

Zwei Tage später traf ich mich dann mit Frank und wir drehten erst eine kleine lustige Runde mit dem Taxi und anschließend ein paar Bilder im/um/am Auto.

Anschließend fachsimpelten wir noch, wie es sich gehört im benachbarten Park bei einem Kaffee und waren uns eigentlich sicher, dass das Ding am Abend im Fernsehen dann zu sehen sein wird.

Wer Newsredaktionen kennt, weiß dass das erst sicher ist, wenn es gesendet wurde.

Fährt nämlich in der Zwischenzeit ein liebeskranker Florist in Wetzlar mit seinem Fiat in den Betonsockel eines Brückenpfeilers, wird der blutende es höchstwahrscheinlich eher in die Sendung schaffen, als ein gutgelaunter Taxipoet aus der Großstadt.

Der ist morgen noch aktuell.

Heute war nun morgen und Frank hatte ziemlich gute Chancen in die Sendung zu kommen.

Echt.

Naja, zumindest bis sich ausgerechnet heute die Offenbacher Polizei einfallen ließ, eine mutige 15-jährige Schülerin mit viel Bimborioum auszuzeichen, die sich das Gesicht und Auto eines bewaffneten Bankräubers merken konnte.

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