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Podcatcher

Abgelegt unter: | Mathias | 01. Okt 2005 | 03:34 Uhr

Podcatcher

Irgendwann kommt für jeden einmal der große Augenblick, sich ein Podcast anhören zu wollen. Vulgäre Menschen würden sich die Datei auf einen ordinären Mp3-Player überspielen und einfach so anhören, aber das wäre nicht nur Lustfeindlich, sondern auch ziemlich kurzsichtig, denn schließlich ließe sich die ganze Zuhörerei auch Artgerecht organisieren, indem man einen der kultigen podcatcher dazu einsetzt.

Die Programme von Welt lauten dabei iTunes und iPodder.
Ich will ehrlich sein: Es gibt bestimmt noch 50456 weitere, die das toll können, aber wir sind auch nur Menschen und haben uns nicht mehr Zeit nehmen wollen, als für diese zwei, sorry…

Interessant werden die beiden Programme, sobald man sich Audio-süchtig über mehr, als nur einen Podcast hermachen will, denn in beiden Programmen braucht man nur die sogenannten Feeds der entsprechenden Seiten einzugeben, damit das Programm dann selbständig nach den Neuigkeiten der Lieblingspodcasts suchen kann. Findet es welche, dann werden sie in der Regel sofort heruntergeladen und wir können uns anschließend unsere selbst zusammengestellte “Radiosendung” anhören, oder sie auf ein mobiles Gerät übertragen.

Eine weitere Gemeinsamkeit - Sie kosten nichts und wer mit offenen Augen durch die Welt geht, erkennt auch die unterschiedlichen Absichten dabei.

iTunes ist Freeware und hat eine Fülle von interessanten Eigenschaften vorzuweisen. Bei einem sogenannten enhanced Podcast werden zum Beispiel Bilder und Links, auf ein Stichwort im Podcast, sichtbar. Auf diese Weise ließe sich insbesondere umfangreichere Angebote, übersichtlich in anklickbare Kapitel einteilen. Wie man sieht, gibt sich Apple große Mühe mit iTunes DIE marktführende Software in Sachen Podcasts hinzulegen. Man liegt aber sicher auch nicht ganz falsch, wenn man vermutet, dass die enge Verknüpfung zum komerziellen Apple Musicstore nicht ganz zufällig so gewählt wurde.

iPodder hingegen, verfolgt den Ansatz des Open Source Gedankens und sollte darum auch nicht mit dem etwas abwertend angehauchten Wort “kostenlos” gleichgesetzt werden. Die Software ist naturgemäß nicht so umfangreich ausgestattet, wie iTunes, glänzt aber wiederum durch ihre Größe (etwa 5mal kleiner) und Schnörkellosigkeit.

Gefühlsmäßig wird sich iTunes als Standard durchsetzen. Wünschenswert wäre es dann aber auch, dass Apple nicht erst eine Abhängigkeit herstellt um dann als Quasi-Monopolist, dann doch die Software teuer zu verkaufen. Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Weitere Artikel und Links zu unserem Einstieg ins Podcasten:

Warum Loudblog?

Abgelegt unter: | Mathias | 01. Okt 2005 | 03:34 Uhr

loudblog

Seit heute podcasten wir, wie man so sagt und das heißt im Klartext, dass wir ab sofort auch zu hören sein werden. Um das realisieren zu können, haben wir einen ausgedehnten Ausflug in die Audio-Weblogszene gemacht und uns nach einer passenden Software umgeschaut. Sicher, wir hätten ein Podcast auch mit Wordpress einrichten können, aber wir haben den Eindruck, dass spezialisierte Skripte dann doch besser auf die Besonderheiten der Materie eingehen können, als eine allgemeine Weblogsoftware, die man mit mehreren Plugins etwas improvisiert verbiegen muß.

Nach einer Reihe von Tests, haben wir uns jetzt erst einmal entschieden bei unserem Podcast auf Loudblog zu setzen und möchten die Überlegungen, die uns dazu führten, hier einmal näher begründen.

Es fängt mit dem Upload der Audiodatei an, die man bei einem Podcast benötigt. Dieser Upload ist -anders als bei einem auf Text fixierten Weblog- zentraler Bestandteil eines Beitrags und wird demzufolge besonders gewürdigt. Sobald man bei Loudblog beabsichtigt einen Beitrag zu erstellen, erscheint als erstes ein Fomular, bei dem man sich entscheiden kann, ob man gleich eine Audiodatei einsetzen will, oder zunächst nur etwas schreiben möchte.

Entscheidet man sich für einen Datei-Upload, kann man sofort bestimmen, woher die Audiodatei kommen soll. Ein integriertes Popupmenü gibt dabei Auskunft, ob die betreffende Datei evtl. bereits online im Uploadverzeichnis liegt, oder ob man sie über das Web hochladen, oder mit einer bestimmten URL verlinken muß/kann.

Der Dateiupload via Browser wird bei einem Weblogsystem, wie zB. WordPress zwar über diverse Plugins erleichtert, ist aber nicht Bestandteil der Standardvorlage, wenn man einen Artikel verfasst. Meist wird der Autor darum eher die Dateien über ein FTP Programm auf den Server bringen. Bei Loudblog ist man dagegen bereits unmittelbar nach der (kompletten) Installation des Skripts in der beneidenswerten Lage, die Audiodateien über einen beliebigen Browser sofort hochzuladen.

Der zweite große Grund ist die Präsentation der Dateien auf der Website.
Wordpress ist hier zweifellos besser, als sein Ruf, aber bei Loudblog hat man doch von Anfang an noch einige entscheidende Möglichkeiten mehr.

Hat der Hörer zB. Macromedia Flash aktiviert, kann er über einen einfachen Player, der sich unterhalb des Eintrags befindet, sofort in den Genuß der Audio-Datei gelangen. Wenn nicht, dann hat er die Möglichkeit, sich die Datei herunterzuladen und auf seinen Computer abzuspielen. Zusätzlich wird noch ein Feed bereitgestellt, damit der Hörer sich über einen Podcatcher automatisch informieren lassen kann.

So wie es derzeit aussieht, abbonieren übrigens weit mehr Audioblog-Hörer einen Feed , als Leser in herkömmlichen Weblogs. (Was ist ein Feed?) Überhaupt gibt es da eine Reihe von speziellen Tags, die man nur für iTunes (und nur dort!) braucht. Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob Wordpress diese Tags inzwischen irgendwo (als Plugin vielleicht?) bereitstellt und unterstützt.

Es gibt aber auch noch weitere Audiospezifische Gründe, warum wir nicht auf Wordpress beim Podcasten zurückgegriffen haben.

Das Eintragen und Auslesen sogenannter ID3 Tags ist so einer. ID3 Tags sind (Text-) Informationen, die mit in der Audiodatei eingelagert sind. Bei Loudblog können wir diese Informationen bequem beim Verfassen des Artikels in einem einfachen Fomular eingeben. Interessant sind diese Informationen vor allem dann , wenn man das Audio-Weblog, über iPodder oder iTunes bezieht. Diese Programme sind nämlich in der Lage diese ominösen ID3 Tags auszulesen um sie dann automatisch in die korrekte Spalte der eigenen Übersichtstabelle einzutragen.

Anders, als bei herkömmlichen Weblogs, kann man bei Loudblog Besuchern erlauben, neben Texten auch hörbare Kommentare abzugeben. Hierbei muß man allerdings dem Kommentatoren das Hochladen seines Audio-Kommentars ermöglichen. Wir haben diese Funktion leider derzeit wegen technischer Schwierigkeiten noch nicht freigegeben, sind aber daran die Steine aus dem Weg zu räumen.

Weitere Artikel und Links zu unserem Einstieg ins Podcasten:

Podcast Vokabeln

Abgelegt unter: | Mathias | 01. Okt 2005 | 03:33 Uhr

Vokabeln

Hier eine Mini Übersicht der wichtigsten Vokabeln, die einem in der Podcastszene begegnen werden. Sie ist alles andere, als ausführlich, hilft aber dem blutigen Anfänger, sich ein wenig leichter in die Materie einzuarbeiten.
Sollte ich eine verdammt wichtige Vokabel vegessen haben, wäre ich Euch dankbar, wenn man mir eine kleine “Ich-hab-da-noch-einen” Mail schickt.

Adam Curry
Adam Curry ist eine der Kultfiguren in der Podcastszene. Der sogenannte Godfather des Podcastings hat - so wie es aussieht - das podcasten erfunden, zumindest aber die Wortschöpfung “Podcasting” in die Welt gesetzt. Er führt das wohl bekannteste Podcast, das unter der Adresse www.curry.com zu finden ist.

Audacity
Software zum Aufnehmen und Bearbeiten von Ton. Audacity ist Open Source, also frei für den nichtkomerziellen Gebrauch. Und gut ist sie obendrein.

Feed
Einen Feed erhält man, salopp gesagt, indem man aus einer Webseite, den kompletten Inhalt herauslöst und in ein neues leeres Dokument einträgt. Oder anders: Indem man alle gestalterischen Elemente entfernt. Die nackte Information, sozusagen. Das muß man gottseidank nicht selber alles herausfriemeln, die meisten Weblogs machen das vollautomatisch. Diese Datei ist vor allem für die Leser interessant, die viele Weblogs auf einmal lesen und nicht umständlich jede einzelne Seite im Netz besuchen wollen. Hierfür kopieren sie die Internetadresse dieser Datei und tragen sie in iheren Feedreader ein. Dort sind alle abonnierten Feeds übersichtlich aufgelistet und können bequem abgerufen werden. Bei den Audio Weblogs, den sogenannten Podcasts, benutzt man auch gerne Podcatcher, die nichts anderes sind, als modifizierte Feedreader.

Dummerweise gibt es eine Menge exotisch klingende Namen für ein und dasselbe Ding. Neben “Feed” ist der Ausdruck “RSS” sehr prominent, manchmal aber auch “Abonnement”, oder “xml-Datei”.

Feedreader
Das ist die Software mit der man Feeds abonnieren und lesen kann. Eine spezielle Variante ist der Podcatcher, bei dem auch Audiodateien gleich mitgeliefert werden.

Bekannte Feedreader: FeedReader, FeedDemon
Bekannte Podcatcher: Ipodder (Erklärbär), iTunes.

Phantomspeisung
Gangster, von den es nur Zeichnungen zu haben gibt, können eine sogenannte Phantomcard beantragen, die sie dann berechtigt, in speziellen Restaurants (Kaschemmen) eine Phantomspeisung zu erhalten.

Es gibt aber auch Kondensatormikrofone, die im Gegensatz zu dynamischen Mikrofonen, eine elektrische Spannung zum funktionieren brauchen. Manche Mikrofone haben dazu eine eingebaute Batterie, andere müssen extern zB. über dem Mischer versorgt werden. Diese Stromversorgung, die häufig über das Mikrofonkabel erfolgt, nennt man auch Phantomspeisung.

Podcatcher
siehe Feedreader.

Podcast, podcasten
Die gute Nachricht zuerst: Man braucht keinen iPod dazu, auch wenn der AppleMP3 Player ein Teil des Namens ist. Die schlechte Nachricht: Ein Podcast herzustellen dauert seine Zeit, ist manchmal friemelig und macht Arbeit. Ich hoffe es haut mich keiner, wenn ich behaupte, dass ein Podcast ein Weblog zum hören ist. (jaja - ist ja schon klar. Man kann in ein Podcast oft auch was hineinschreiben!)

Popschutz, Plopschutz
Jeder, der schon öfters in Mikrofone gesprochen hat, kennt das. Manche Laute erzeugen ein unangenehmes Nebengeräusch. Das liegt daran, dass wir bei diesen Lauten Luft aus dem Mund herauspresen, die dann wie eine Keule auf das Mikrofon trifft und so das Geräusch erzeugt. Um diesen Laut dennoch machen zu können, klemmt man eine Art feinmaschiges Netz zwischen Mund und Mikro.

Soundseeing
Die einen sitzen zuhause am Tisch, wenn sie ihre Sendung machen, andere schnappen sich das Mikro und gehen damit vor die Tür. Das ausführliche Interview mit dem örtlichen Bach, den Blumen, Bienen und Amseln drumherum, nennt man Soundseeing. Das Interview mit dem Bürgermeister hingegen nennt man aber nur Interview, weil der erstens nicht so hübsch plätschern kann und zweitens immer dazwischenquatschen muß.

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