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Milchundzucker

Filed under: | Mathias | 24. Aug 2005 | 20:09 Uhr

milchundzucker

Es gibt diese Tage, da schaut man gelangweilt aus dem Café und hofft mit verzogener Schnute, dass das Wetter endlich besser wird. Dann will da plötzlich jemand an einem vorbei, man macht Platz, stößt sich das Knie und will den Kerl so richtig böse anschauen. Der Kerl entpuppt sich als eine Art Schwester von Pamela Anderson und mit offenen Mund starrt man ihr nach, wie sie aus dem Café geht und an der nächsten Ampel auf grün wartet.

Selbstverständlich alles in Zeitlupe.

Dann geht aber alles ganz schnell: Die Ampel springt auf grün, ich verbrenne mir mit dem Macciato die Zunge, schwenke den Kopf zurück an den Tisch und starre unvermittelt die Zucker- und die Milchdose vor mir an.

Ich weiß jetzt, wie der Designer auf die Form gekommen ist. Doch doch, ich weiß es.

Tauchbier

Filed under: | Mathias | 31. Jan 2005 | 13:46 Uhr

bierfoto

Im Karneval macht man gerne mal bekloppte Experimente. Vor allem wenn eine Sendung in ländlicher Umgebung stattfindet, macht man so ein Quatsch, denn mal ehrlich, wo will man hier zu später Stunde sonst noch hin? Um zu zeigen, dass meine Kamera wirklich wasserdicht ist, musste ich ein Beweisfoto machen.
Bitteschön, wer jetzt noch ganz genau hinsehen kann, müsste hier also das Lachen unserer Aufnahmeleiterin Barbara gut erkennen. Aufgenommen beim Weiberfasching in Niddaau aus einem Weizenbier heraus. Die Kamera, die das ausgehalten hat: Sony U60. [ ... oder plastischer in QuickTimeVR ]

Uwes Aufschnitt

Filed under: | Mathias | 10. Dez 2004 | 23:26 Uhr

ablauf

Spätestens, als mir einmal die Regie “mach’s mal klooser” in den Kopfhörer säuselte, wusste ich, dass auch unsere Fachsprache dem allgemeinen Trend folgt, und den Bach runtergeht. Klooser. Ein sprachlicher Eiswürfel, dem man mir da hinten in den Pulli gesteckt hat. Ich konterte mit der Frage: “Soll ich danach noch ein Royal Flash machen?” Prompt fiel das abgebrochene Germanistikstudium darauf herein. “Was soll das denn sein?” Ich antworte: “Eine Totale mit allen Lampen drin”, und wenn Moni unsere Bildmischerin an dieser Stelle jetzt nicht losgeprustet hätte, wer weiß, vielleicht wäre ich mit einer eigenen neuen Wortschöpfung ins Fachbuch der Fernsehsprache eingetragen worden.

Die Einstellungsgrößen der Kamerabilder waren schon immer ein heikles Thema. Vor allem dann, wenn ein Redakteur wieder die Vokabeln verwechselt, und mit einem hektischen “mach’s größer!” eigentlich erreichen wollte, dass wir totaler werden. Das Gegenteil von klooser sozusagen.

Aber was sollen sie auch machen? Für die Totale eines Zwiegesprächs gibt es nunmal viele Bezeichnungen. “Geh’ mach’s mir a doppel”, sagte einmal ein Östereicher dazu und meinte eine “Zweier”, wie wir das nennen. Varianten wären jetzt noch eine enge und eine weite Zweier. Vielleicht ist Florian damals in der Late Lounge Regiebesprechung zu weit gegangen, als er mit Blick auf den Studiogast Dolly Buster grinsend klarstellte, dass eine enge Zweier auch diesmal klassisch gemeint sei.

Genauso klassisch etwa, wie die Art, eine besinnliche Sendung mit weihnachtlicher Musik der Frankfurter Turmbläser beginnen zu lassen um dann nach etwa 30 Sekunden den Moderator ins Bild zu nehmen, während – und das ist jetzt wichtig – akustisch die Musik im Hintergund weitergeht.

Oder anders: Uwe wird nach 30 Sekunden aufgeschnitten.

Kalifornische Frauen.

Filed under: | Mathias | 17. Okt 2004 | 07:43 Uhr

Menschen, die im Palast wohnen, nennt man bekanntlich Palästinenser. Mein erster Berufswunsch war Bauer, weil der logischerweise baut. Das letzte mal musste ich gestern lachen, als Jürgen Klinsmann im ZDF-Sportstudio über die Herkunft seiner Frau sprach. Klinsis Frau kommt nämlich aus Kalifornien und ist darum sebstverständlich Kalifornianerin. Scheint ja so eine Art Beruftstest für Bundestrainer zu sein. War es nicht Rudi Völler, der von den Irländern sprach, als er die Iren meinte?

Die Notleine.

Filed under: | Mathias | 11. Okt 2004 | 22:36 Uhr

kloo

Behindertenklos finde ich echt klasse und wenn ich die Wahl habe, gehe ich immer lieber auf sie, weil es dort besser riecht, man mehr Platz hat und vernünftige Griffe an Klo und Waschbecken vorfindet. Sogar an Seife wird hier meist gedacht. Man sitzt darauf so schön hoch und kann, gehen wir mal von einer normalen Körpergröße von 176cm aus, seine Füße wie zu Kindheitszeiten baumeln lassen.

Heute jedoch kam einer der Pförtner zu mir in die Toilette gerannt und zwar weil ich die Notleine für eine Lüfterleine hielt und daran gezogen hatte. Im Gegensatz zu dem hier fotografierten Modell, dass ich erst ein paar Stunden später entdeckte, hatte sie nämlich keinen Aufdruck, der darauf hinwies und sie war auch nicht rot, sondern weiß. Auch neu: Ich musste mich noch nie in meinem Leben in einem Klo rechtfertigen.

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