Kylaloo

StartseiteNeu hierkontaktImpressumdownloads

Schneeschalte

Filed under: | Mathias | 01. Feb 2008 | 10:38 Uhr

sebastian

Wasserkuppe 16:30 und -5 Grad Celsius. Mein Instinkt heute zur Bereitschaft lieber etwas Warmes mitzunehmen, war goldrichtig. Gegen Abend zieht es gewaltig an. Auf minus 10 Grad – vor allem der eisige Wind wird die Hand am Objektivknauf der Handkamera fertig machen. Ich hätte mal lieber noch an Handschuhe denken sollen.

Wahlörtchen

Filed under: | Mathias | 28. Jan 2008 | 08:32 Uhr

ARD Studio

Wahlabende haben etwas gnadenloses für Kameraleute. Entweder sie hecheln den ganzen Abend ihren konfusen Reportern hinterher, oder wenn sie in einem Wahlstudio stehen, müssen sie das Kaugummigeknatsche des Regisseurs aushalten und mit stoischer Mine das ewig wiederkehrende Gesülze der Politiker ertragen.

An Pipi machen ist da über Stunden nicht zu denken und jeder, der das kennt, weiß was er vor der ersten Hochrechnug zu tun hat. Mein Problem war gestern die Kantine des Hessischen Landtags. Sie war bei 800 akkreditierten Journalisten etwas überfordert und ich bekam zu spät etwas zu Essen.

Dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag: Ein panischer Aufnahmeleiter pfiff uns zu früh zurück an die Kameras und meine ausgefuchsten Pläne für den Abend fielen, wie die Dominosteine. Ich kam nicht mehr dazu das viele Wasser, das ich getrunken hatte, rauszulassen.

So musste ich also ab der ersten Hochrechnug aushalten, tippelte dann von einem Bein aufs andere, als Andrea Ypsilanti etwas von “Gereschtischkeit” jubelte, dachte ich könnte noch vor dem Auftritt Kochs… nee, doch nicht, da kommt er gerade…

Erst als der Tatort im Ersten kam, durfte ich. Und als ich einen Kabelhelfer nach der nächsten Toilette fragte, hörte ich ihn endlich, meinen persönlichen Satz des Abends:

“Also dann gehst du den Gang da ganz durch, bis es nicht mehr geht, dann nach rechts und wenn die Linken dann links sind, ist das Klo rechts.”

Drahtlose Wahl 2008

Filed under: | Mathias | 27. Jan 2008 | 01:47 Uhr

Drahtlose Kamera
Da steht sie – Ein Traum von einer Kamera. Das sonst für Live Übertragungen übliche Kabel gibt es nicht, denn sie sendet ihre Bilder per Funk. Früher waren wir auch zu zweit. Ich, der Kameramann und dicht hinter mir ein Kabelhelfer, mit dem Funkzeugs im Rucksack und einer klobigen Richtantenne in der Hand.

Früher schwitzten und ächzten wir gemeinsam.

Heute ist der Kollege wegrationalisiert und das Management jubelt. Die Technik ist nämlich jetzt komplett in und an der Kamera untergebracht.

Dummerweise wiegt das Dreckding nun aber gut und gerne 15 – 17 Kilo,
die ich dann -wie gerade geschehen- auf Karnevalssitzungen bis zu 5 Stunden
auf dem Buckel halten darf.

Heute habe ich aber Glück – Da hat sie ein Kollege auf dem Ast.
Fühlt mit ihm, wenn ihr die Wahlsendung der ARD aus Wiesbaden seht.

Spurensicherung

Filed under: | Mathias | 10. Sep 2006 | 20:51 Uhr

Ausweise

Heute haben wir mal wieder Spätjahresputz gemacht.
Und wie immer, wenn wir das tun, gibt es eine nette Diskussion über eine etwas seltsame Krankheit der Kameraleute:

Das Sammeln von Ausweisen und Zugangsberechtigungen.

Ich bin mir zwar nicht so sicher, ob das nun wirklich alle Kameraleute weltweit machen, aber zumindest die entschiedene Mehrheit meiner Kollegen hier in Frankfurt tun das. Bei Stefan zum Beispiel werden sie zunächst in 6 Pappkisten (die für Aktenordner) zwischengelagert. Von Zeit zu Zeit wählt er dann die besten Stücke aus, um sie auf einer Plakatgroßen Pinnwand im Flur zu drapieren.

Wenn wir dann unter uns vor diesen kitschigen Erinnerungstafeln stehen, zucken wir meist hilflos mit den Achseln und geben zu, dass uns eigentlich rein garnichts von Tokio Hotel Fans unterscheidet. Die beppen sich schließlich auch jeden Quatsch, der mit der Gruppe zu tun hat an die Wand.

So, und jetzt habe ich gerade schweren Herzens das unmögliche geschafft und rund 3/4 der Karten in die Tonne gekippt. Lilo, die wohl meinen sentimentalen Blick bemerkt hat, meinte grinsend, ich solle doch eine Selbsthilfegruppe aufmachen.

Nach einer munteren Verfolgungsjagd quer durch die Wohnung habe ich sie unter der Dusche gestellt und abgebraust.

hmpff.

Tontasche

Filed under: | Mathias | 29. Aug 2006 | 13:08 Uhr

Taube

Meine Güte was schleppen Kameramänner immer für ein Zeug mit sich herum: Stativ, Filter, Ersatzakkus, Bänder, Black Wrap, Klebeband, Birnchen, Handlampe, Regenzeug, ach ja – und das berühmte Lederläppchen für das Okkular.

Schließt man hingegen die Augen und und stellt sich einen Tonmann vor, sieht doch jeder die leichte Kavallerie mit Mikro, Angel und Umhänge-Mischer. Fertig.

Gut, da kommen vielleicht noch ein bisschen Kabel und die Empfänger für drahtlose Mikos hinzu, aber das kann ja nicht die Welt sein.

Oder?

XHTML | CSS | Atom | RSS | © 2008 by Mathias Hundt | made with WordPress 3.2.1