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In der Pinte

Filed under: | admin | 18. Okt 2011 | 16:28 Uhr

Schreibschreib

BLU Szenepreis

Filed under: | Mathias | 27. Jan 2009 | 08:05 Uhr

Blu

Lilo und ich haben gerade zum zweiten mal für Timm TV gearbeitet. Diesmal wurde der BLU Szenepreis in Frankfurt vergeben und ich muss mit Schrecken feststellen, dass wir kaum eine Insidergröße kennen.

Pikanterweise führt sowas dazu, dass wir völlig Unbekannte auf dem roten Teppich huldvoll mit dem Mikro ansprechen, weil sie irgendwie wichtig aussehen und im Gegenzug ziehen “bekannte Gesichter” beleidigt an uns vorbei. Erbost, weil wir sie ganz offensichtlich ignorieren.

Sowas nennt man dann Zickenalarm.

Also, das sieht ja fast so aus, als sollte man sich mal in die Szene etwas einarbeiten. Vokabeln lernen zum Beispiel. So verstand ich Thomas Hackenbergs Bemerkung, dass Alfred Biolek lange im Schrank stand, so richtig erst beim zweiten Anlauf.

Ziemlich wuschig war dann auch die Veranstaltung. Viel Partylaune bei den Anwesenden, allen voran Katy Karrenbauer, die zugunsten der Stimmung am liebsten den VIP Bereich auflösen wollte und Ross Anthony, der sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen konnte, endlich herauszufinden, was eine Drag Queen unten drunter anhat und wie oft sie sich die Beine rasiert.

Wie gesagt – da gibt es noch eine Menge zu lernen – in der Szene.

Koalitionspapier

Filed under: | Mathias | 24. Okt 2008 | 20:23 Uhr

koalitionsvertrag

Die Verhandlungen zwischen SPD und Grünen fanden also auf einem Öko Hof statt. Das klingt zunächst nach dem Klischee einer pazifistischen WG. Norwegerpulli, selbstgetöpferte Tassen und so. Einen bizarren Nebengeschmack bekommt das alles aber, wenn man sich dort genauer umschaut. Denn direkt neben dem Hof ist eine amerikanische Kaserne. Und zwar so dicht, dass man sich gemeinsam eine Bushaltestelle teilt. Eine Airbase, deren Vorbild Fort Knox sein könnte. Mit Drahtzaun, Wachtürmen und Suchscheinwerfern, die aus frühen Agentenfilmen entsprungen sein könnten.

Fast habe ich das Gefühl Schwarzweiss zu sehen.

Während sich also alle Journalisten beim Warten die Beine in den Bauch stehen, schaue ich Leuten beim Einkaufen zu. Ich habe mich ja schon immer gefragt, wo die dicken Brieftaschen eigentlich ihr Geld lassen. Bei Aldi sieht man sie ja nur, wenn der Champagner im Angebot ist.

Hier auf dem Hof dürfen sie sich der Illusion hingeben, ganz gewöhnliche Menschen zu sein. Stundenlang könnte ich zusehen, wie sie beim Aussteigen den Pelz zurechtzupfen und so tun, als würden sie wie das einfache Volk einkaufen.

Der Ort, an dem Rot/Grün in Hessen einen linken Wechsel einläuten will.

Irgendwie hatte ich mir das aufregender vorgestellt.
Die endlos langen Tage und Nächte sind vorbei, die Schattenminister benannt und die Kolonne von Politikern mitsamt den wichtigen Korrespondenten zurück nach Wiesbaden geeilt.

Es liegt da. Achtlos auf einer Fensterbank im Öko-Hof vergessen.
Das Original, wie es die übernächtigte Sekretärin getippt hatte.

Brillenernst

Filed under: | Mathias | 03. Sep 2008 | 23:04 Uhr

lesebrille
Ernst hat lange nach einem Optiker gesucht, der ihm genau diese Brille macht. Als Kameramann im Live Bereich hat man nämlich das Problem, dass die Naheinstellung meist oben ist und nicht unten, wie bei normalen Menschen. Dieser Leser-Typ will in ein Buch schmökern und oberhalb des Brillenrandes nach der Bedienung schauen, wann sie endlich mit dem Kaffee kommt.

Der Kameramann hingegen, liest kein Buch im sitzen, sondern einen Sende-Ablauf im stehen. Der hängt nämlich oberhalb des Kopfes an der Kamera. Um ihn lesen zu können, muss man den Kopf tief in den Nacken legen. Will der Kameramann in die Ferne blicken, versucht er das unterhalb der Brille.

Und genau das kann er jetzt, – der Ernst.

So nie.

Filed under: | Mathias | 14. Apr 2008 | 21:26 Uhr

Optiken
Sag mal, hast du da eine Weitwinkeloptik, oder eine Teleoptik? Ja und wenn ja, wie nah kann man denn damit ran? Große Optik. Wechseloptik. Ich habe zwei Optiken.

Mann-oh-mann.

Das Ding da vorne an der Kamera ist ein Objektiv und keine Optik. Die Optik ist eine wissenschaftliche Disziplin irgendwo im Großraum der Physik. Dass das der Werner mit seiner Digiknipse um den Hals an der Trinkhalle nicht so drauf hat, ist mir klar.
Es gibt da aber einen Zeitgenossen, der das besser wissen sollte. Claus Pfeifer heisst er und trägt den formvollendeten Titel “Group Manager Product Management” bei der Firma Sony. Also jemand, der sich von Berufs wegen mit Kameras beschäftigt und darum auch die Fachausdrücke beherrschen sollte.

Mein Lieblingssatz im Interview:

“Die erste große Besonderheit ist, dass es ein Wechseloptik ist.”

Es ist kein Junge – auch kein Mädchen. Die Kamera ist ein Wechseloptik geworden.
Ich glaube er meint, dass die Kamera Wechselobjektive benutzen kann.

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