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Eine Lanze für die Raucher

Filed under: | Mathias | 25. Jan 2008 | 22:37 Uhr

raucher

Ich bin ab sofort kein Nichtraucher mehr, sondern ein Raucher, der nicht mehr raucht.
Ist inhaltlich praktisch das gleiche, aber Nichtraucher ist für mich spätestens
seit heute ein Schimpfwort.

Altkanzler Schmidt wurde gerade von einer Wiesbadener Nichtraucherinitiative wegen Körperverletzung verklagt, weil er in Hamburg bei einem Neujahrsempfang geraucht hat.
Letzte Woche hat in Hanau ein älteres Paar eine junge Frau auf einem Bahnsteig zusammengefaltet, weil sie sich einen halben Schritt ausserhalb der Demarkationslinie zum Raucherbereich befand.

Wenn ich nicht aus gesundheitlichen Gründen Nichtraucher wäre, dann würde ich jetzt sofort wieder anfangen. Alleine schon deshalb, weil ich nicht zu diesen Dumpfbacken gehören will. Ich wusste es ja schon zu Raucherzeiten, dass mir diese militanten Hysteriker auf den Keks gehen.

Jetzt haben sie also die Oberhand und verwandeln Deutschland Stück für Stück in ihren humorlosen, totalitären und rechthaberischen Traum. Was kommt als nächstes? Ein T-Shirt Zwang mit der Aufschrift “Mein Rauchen gefährdet ihre Gesundheit”? Wir Deutschen haben im Markieren und Draufdeuten ja eine prima Tradition.

Kaum haben sie die Raucher nach draussen vor die Tür geschickt, schon husten sie demonstrativ mit wedelnden Händen hinterher. “Könnt ihr nicht woanders stehen?”, “Nehmt doch bitte mal Rücksicht!”, “Unverschämtheit!”

Ich warte auf den ersten, der einen Raucher anpöbelt, weil er öffentlich qualmt. Selbstverständlich mit Verweis auf die Vorbildfunktion für Kinder. Ähnlich, wie bei den Fußgängerampeln.

Da muss ich immer an die Franzosen denken. Die gehen oft und gerne über Rot. Und den Kindern wird genau das auch beigebracht. Motto: Besser sich Übersicht verschaffen und eigenverantwortlich die Strasse queren, als auf eine starre Regel vertrauen. Denn auch wenn man Grün hat, kann man sich nicht darauf verlassen, dass sich der Autofahrer daran hält.

Linuxsux

Filed under: | Mathias | 13. Okt 2007 | 17:14 Uhr

linuxsux

Es gibt derzeit keine schönere Art Wut zu bekommen, als sich auf das eitle Geschwätz von Linuxfans einzulassen und das kinderleicht zu intallierende openSUSE 10.3 auszuprobieren.

Die Version, die derzeit auf diversen Heften pappt.

Mein IBM Notebook, auf dem Linux besonders angenehm und stabil laufen soll, ist nicht einmal mehr in der Lage Luft zu holen und sich über die eingebaute Rettungspartition über Wasser zu halten. Kein Modus, mit dem ich wenigstens einen letzten Blick auf meine digitalen Habseligkeiten werfen könnte.

Nichts – Nur ein Bluescreen, der mir die Zornesröte ins Gesicht treibt.

Welcher Hornochse hat da behauptet, dass Linux sich elegant neben Windows einbetten lässt? Welcher, dieser bornierten Pinguine hat mir eigentlich doppelzüngig zugeflüstert, dass ich die Installation anschließend wieder rückgängig machen kann?

Und wer, dass dieser Müll wenigstens läuft?

Linux ist das Betriebsystem für diejenigen unter uns, die bereits als Kinder von ihren Eltern Schnitzel an die Ohren gebunden bekamen, damit wenigstens die Hunde mit ihnen spielen.

Colacode

Filed under: | Mathias | 12. Feb 2007 | 08:42 Uhr

coladeckel

Wer in seinem Leben noch nie sein komplettes Hab und Gut samt blöder Schwester für eines der letzten fehlenden Paninibildchen hergegeben hätte, damit er sein WM-Heftchen vielleicht doch noch voll bekommt, sollte jetzt besser weiterblättern. Der weiß nämlich einfach nicht, was Glück bedeutet.

Bleiben also die, die in ihrer grauen Vorzeit, also kurz vor der ersten zahnspangigen Liebe mit 12, in Kiesgruben nach vergessenen Flaschen gebuddelt haben, um sich vom Pfand einen Flutschfinger mit Kicker kaufen zu können.

Heute sind es die Codes in den Verschlußkappen der Colaflaschen, die uns den Puls nach oben treiben. Für vier Deckel bekommt man bei iTunes ein Lied.

Anfällig für diesen Blödsinn, sind wieder einmal all die Kameramänner, die schon damals in der Kiesgrube die Bay City Rollers ziemlich blöd fanden und derzeit bei Proben zu Faschingssendungen an ihren Getränken herumspielen müssen.

Um genau zu sein, sind es Christian und ich.

Unsere Kabelhilfen, die sonst selbser darum bemüht sind, nicht durch Albernheit aufzufallen, schauen sich gegenseitig an. Wir stürzen uns, wie die Aasgeier auf jede Flasche, die einen roten Deckel hat und zeigen uns stolz, wieviel Codes wir schon haben.

Als mir Christian gestern morgen erzählt, dass er am Vorabend hinter der Eingangstüre zur Festhalle, noch einen ganzen Kasten für sich alleine fleddern konnte, war ich kurz davor durchzudrehen. Mir blieb nichts anderes übrig, als im Vorbeigehen einer unbenutzten vollen Flasche den Deckel zu klauen…

Heute Abend hatte ich Glück, denn kurz nachdem Christian nach Hause musste, haben sie noch zwei Kästen in den Hof gestellt. Waldemar, der Nachtwächter, dachte erst noch, dass ich auf das Leergut scharf wäre, schüttelte aber irritiert den Kopf, als er mich bei meiner Deckelorgie ertappte.

Ach Waldemar, das verstehst du nicht…

Silvester im Regen

Filed under: | Mathias | 02. Jan 2007 | 05:51 Uhr

ohrhaar

Silvester hatte ich Dienst.
Aber nicht irgendeinen gemütlichen Dienst irgendwo im Warmen, nein, ausgerechnet vor dem Kurhaus in Wiesbaden musste es sein. Und damit ich mich auch so richtig darüber freue, schickte uns Petrus mit ordentlich viel Regen ins neue Jahr.

Liebhaber des “größten Feuerwerks in Hessen” werden sich jetzt irritiert fragen, warum ich das so ironisch sage und nicht frohlocke. Hier empfehle ich sich zum nächsten Silvester einmal auf einen beliebten Platz zu stellen und sich mit ein paar Scheinwerfern selbst zu beleuchten.

Denn um das Ereignis im Fernsehen übertragen zu können, muß man den Moderationsbereich beleuchten, und mit etwas Nachdenken kommt man dann irgendwann darauf, dass man damit keine bessere Zielscheibe für Böller und Raketen bieten kann.

Aber wir hatten Glück:
Zum einen gab es gute (und dichte) Kopfhörer und zum anderen war die Zündel- und Kracher Truppe um uns herum dann doch friedlicher, als wir angenommen hatten.

Selbst die Polizei konnte es sich leisten, ihre Stöckchen diesmal in der Aufwärmhalle zwischen den Rätselheftchen und Schokoriegeln ruhen zu lassen.

Frohes Neues.

Eintracht Frankfurt iCal Abo

Filed under: | Mathias | 09. Dez 2006 | 05:22 Uhr

Eintracht

Jaja, wie das so ist, wenn man sich ein neues Macbook Pro kauft und seit jenem legendären ersten bunten -türkisen- Mac (Yosemite) wieder seinen Lieblingscomputer in den Händen hält:

Da werden alle Programme ausgiebig getestet, Ehrensache.
Heute: Das Kalenderprogramm iCal in Verbindung mit dem Adressbuch.
Das war etwas knifflig, denn ich probierte so ein bischen mit den Eintragungen herum als ich prompt allen Cuttern, die ich kenne, aus Versehen einen Termin für morgen früh um 6:30 aufs Auge gedrückt habe. Das Dilemma merkte ich denn auch erst, als das Flugzeuggeräusch meines Mac-Mailprogramms mit mitteilte, das es im Hintergrund allen entsprechenden Einträgen in meinem Adressbuch diese Nachricht übersendet habe.

Als ich dann diesen Termin aus dem Kalender strich, mailte das Programm spontan der Runde, dass ich diesen Termin dann doch nicht wahrnemen werde.

Bin gespannt, was ich da am Montag zu hören bekomme und richte mich mal vorsichtshalber auf eine gute Portion Spott ein…

Etwas nützliches ist mir dann doch noch gelungen:
Wer einen iCal Kalender hat, oder ein anderes kompatibles Programm, der kann sich
jetzt die Fußballtermine der Eintracht Frankfurt abonnieren.

Zieht jetzt nicht so erstaunt die Augenbrauen hoch, nur weil ihr wisst, dass ich kein Fußballfan bin – mir ist schlicht nichts anderes (besseres) eingefallen…

Angucken hier Abo hier.

Update:
Erst interessiert sich keiner und ich lösche den Kram weg und nun doch (siehe Kommentar) OK. Ich habe da mal eine Seite gefunden, die alle erdenklichen iCal Fußball-Downloads anbietet: sportsinoutlook Was da nicht steht: Wer will, der kann die Links auch als Abo einrichten.

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