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Linktipps der Woche 35

Filed under: | Mathias | 02. Sep 2005 | 17:43 Uhr

LDW-35

In ganz Netzhausen herrscht Google. Ganz Netzhausen? Nein, ein kleines Häufchen alternativer Wissensdatenbanken wehrt sich noch trotzig gegen die Übermacht des großen Bruders und zu unrecht ignorieren wir diese Perlen im Netz.

Fangen wir doch gleich mal mit unserer Sprache an.
Natürlich könnten wir in der heiligen Schrift, dem DUDEN nachschauen, wenn uns einmal linguistisch irgendwo der Schuh drückt, aber irgendwie mag er mir keinen Spaß mehr machen. Sie wollen immer nur Geld. Geld für eine bessere Auskunft, Geld für Extrabücher, die man sich unbedingt kaufen soll, Geld wenn man die Computerplattform wechselt.

Praktisch alles wird beim DUDEN verramscht und zu Geld gemacht. Mein Lexikon(PC) läuft unterwegs nicht auf meinem Mac-Laptop und den Korrektor kann ich ohne Microsoft Word genausogut wegwerfen. Der läuft nämlich nicht, wenn man, wie ich, auf OpenOffice umgestiegen ist.

Wie gut, dass es das Internet und Alternativen gibt.
Zum Beispiel die Uni in Leipzig. Die hat eine tolle Webseite zum deutschen Wortschatz eingerichtet. Ganz besonders feine Schmankerl sind auf der aufgeräumten Seite die Bereiche Das Wort des Tages und die Wortlisten, die die häufigsten Wörter in verschiedenen Sprachen aufführen und die reichhaltige Übersicht weiterer Suchdienste und Lexika.

Das Synonymwörterbuch ist vielleicht noch etwas klein und unscheinbar. Ich bin mir aber sicher, dass seine Zeit noch kommen wird. Besonders Ungeduldige können die Zeit bis dahin nutzen, indem sie beispielsweise online Schreibmaschinenschreiben lernen…

Zurück zu den Nachschlagewerken. Ein weiteres tolles Lexikon ist die Wikipedia, eine öffentliche Enzyklopädie, die nichts kostet und in die man darüber hinaus auch sein eigenes (Fach-) Wissen eingeben kann. Das beste dabei: Sie funktioniert!

Wo wir gerade dabei sind: Gelegentlich ändern sich auch Seiten, die man so gerne nochmal gesehen hätte. Es gibt eine Maschine, die in der Lage ist, Seiten von früher, wieder herzustellen. Sie heisst Waybackmachine.

Linktipps der Woche 34

Filed under: | Mathias | 26. Aug 2005 | 23:46 Uhr

LDW-34

Peter brachte mich bei den Kleingärtnern auf die Idee. Ab sofort veröffentlichen wir freitags unsere Lieblingslinks der Woche.

Und wie es sich für Kameramänner gehört, beschäftigt sich die erste Edition dieser Links mit Filmen. Sie sind diesmal eher kurz, statt lang, manchmal in Flash eingebunden und fast immer im Humorfach zuhause. Von allem also ein Bischen. Schön wäre es natürlich, wenn weitere in den Kommentaren hinzukämen. Passend zu dem Ganzen, haben wir eine neue Kategorie im Menü rechts eingerichtet, die Kylalinks.

Den Anfang machen fünf Collegestudenten, die gemeinsam in einer Band spielen und ihre Videos zwangsläufig selber machen müssen. Die meisten ihrer Filme sind aber weniger Musikvideos, als vielmehr ausgemachter Quatsch. Wer also absoluten Nonsense nicht mag, sollte diese Linkempfehlung einfach überspringen.

Aber Achtung: Beim Download der Filme mit der rechten Taste beendet der Firefox den Vorgang manchmal zu früh (warum auch immer) und man hat ärgerlicherweise einen unfertigen Film auf dem Rechner. Empfehlung: Entweder gleich online gucken, oder ein Programm zum Downloaden, wie beispielsweise NetAnts benutzen. (Freeware mit erträglichem Werbebanner) Download hier.

Die Filme:
Direktions Quicktime | 2,2MB | Quatschfilm
Vroom Quicktime | 4,7MB | Quatschfilm
Bananaman Quicktime | 10MB | Musikvideo
Break It Down Quicktime | 13,1MB | Musikvideo
Whoops Quicktime | 0,9MB | Quatschfilm
EnchiritoQ Quicktime | 3,5MB | Quatschfilm
Sidewalkduell Quicktime | 1,5MB | Quatschfilm
Ant Thoughts Quicktime | 1,1MB | Quatschfilm

Auf der Homepage der Band gibt es noch Audio-Dateien, Fotos und die Biographie.


Da gibt es noch einen weiteren preisgekrönten Nonsensefilm, der es auch bei uns in die Top 10 der Lieblingskurzfilme geschafft hat. A heap of Trouble heisst er, wobei “Nine Naked Men” sicher neugieriger gemacht hätte.


Neues aus dem Neandertal. Ein Animations-Ehedrama in 4:50 Minuten.

Für die, die eine fette Leitung haben gibts ihn größerer und für die, die mit den großen Hunden pinkeln wollen, aber nicht so recht können, in kleinerer Ausführung.
Die Jungs von Blur haben aber auch noch weitere Kostproben auf Lager.


Noch ein Beziehungsdrama gefällig? Da gibt es noch ein weiteres Lehrstück, das uns erklärt, wie man sich auf fünfzehn verschiedene Arten trennen kann.


Hier haben wir eine echt wirkende Reportage aus dem Irak, die das Zeug zum Klassiker genauso hat, wie der Werbefilm mit dem Zimmerschlüssel in einem Hotel.


Kennt jemand Terry Tate?
Das ist ein Footballspieler, der sich ausserhalb der Saison sein Gehalt mit Nebenjobs als Motivationstrainer aufbessert. Kaum kümmert er sich um die Belegschaft einer Firma, schon steigert sich die Produktivität. Terry Tate ist so kultig, dass es eine ganze Staffel mit ihm gibt. Eine Folge mit einem Konkurrenten ist genauso darunter, wie die, in der er in Urlaub geschickt wird und im Hotel für Ordnung sorgt. Kaum zurück, muß er sich gegen eine neue sensitive Methode behaupten. Eine schwere Prüfung für ihn, wo er doch so sensibel aufgewachsen ist.


Ach und hier haben wir noch den Hamster, den alle lieben. Zumindest die, die ihn kennen. Noch eine weitere Folge gefällig?


Zum Schluß noch eine Vorschau auf die nächsten Linktipps. Da geht es unter Anderem um Fakes. Also Dinge, die uns etwas vorgaukeln. Hier zum Beispiel eine schweinische Seite, die keine ist. Klickt ruhig mal auf die Bilder…

Vogelschiet

Filed under: | Mathias | 24. Aug 2005 | 19:40 Uhr

Vogelschiet

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Vögel sich immer genau dann erleichtern, wenn sie müssen und wer Pech hat, steht in diesem Moment genau darunter. “Soll Glück bringen”, sagt man dem Opfer dann breit grinsend.

Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass Vögel ihren Mist einhalten und für bessere Gelegenheiten aufheben könnten. Seitdem wir nämlich unseren Roadster haben, beobachte ich, dass sie sich absichtlich genau über ihm positionieren und sich dann auch in besonders großen Portionen entleeren.

Unklar ist für mich derzeit nur ihre Absicht: Ist es eine Form der Anerkennung, oder markieren sie ihr Revier? Oder ist es gar eine Form der subtilen Verachtung? Ich meine nämlich bei den Mistviechern ein hämisches Grinsen entdeckt zu haben.

Lippenstifte

Filed under: | Mathias | 03. Aug 2005 | 23:46 Uhr

Lippenstifte

Ganze 18 Sorten zähle ich, als ich nachgeschaut habe, ob es Labello überhaupt noch gibt. Seit meiner Schulzeit habe ich die Dinger nämlich nicht mehr gesehen und das ist ja schon etwas her. Mädchen waren damals jene weltfremde Wesen, die Gummitwist hüpften, Poesiealben im Unterricht austauschten, gemeinsam aufs Klo gingen und Labello verreibend irgendwann da wieder herauskamen.

Ich hatte auch ein Stift, der war aber von Clerasil und der deckte Pickel zu. Als ich eines Tages pickelfrei und mit einem Fußball unterm Arm Ulla fragte, ob sie mit mir gehen wolle, quälte sie mich, indem sie erst einen Blick in die Ferne warf, um dann diesen dämlichen Fettstift auszupacken und die wertvolle Zeit der Pause zu verplempern. Schließlich gab sie sich einen Ruck, wir umarmten uns und dank Labello quietschte auch mein erster Kuss nicht.

Mann-oh-mann, ging uns diese Sucht auf den Keks.

Ulla ist inzwischen sicher auf Lippenstift umgestiegen und wir Männer können dem Ding jetzt auch endlich etwas positives abgewinnen.

Ähnlich, wie bei ihrem pubertären Training, hat auch bei der Benutzung eines Lippenstiftes jede Frau ihre ganz persönliche Handschrift. Die eine benutzt ihn genauso, wie Labello (“einfach druff”). Eine andere braucht einen Spiegel, trägt die Farbe vorsichtig auf den spitzen Mund und dreht dabei den Stift so, dass da mit der Zeit so eine Art Zipfelmütze übrigbleibt. Wieder eine andere, versucht die Form, die der Stift ab Werk sowieso schon hat, beim Abtragen möglichst irgendwie beizubehalten und versaut sich den Tag, wenn sie eine Delle reinmacht.

Ich glaube, ich werde mich demnächst einmal näher damit beschäftigen, ob und wie man den Frauentyp anhand des Lippenstiftes ermitteln kann. Wieviel Typen werde ich finden? Das riecht doch nach einer losen Serie und ich kam darauf, als ich heute nach dem Mittagessen, unseren Bildmischerinnen bei ihrem Ritual zuschaute und an meine Schulzeit denken musste…

Stöckchen, mein Stöckchen.

Filed under: | Mathias | 02. Mrz 2005 | 07:13 Uhr

stoeckchen

Wahrscheinlich geht es sowieso den meisten so, aber sicherheitshalber sage ich es jetzt trotzdem. Wenn ich Musik höre, die mir besonders gefällt, dann sehe ich Bilder. Ich weiß, das klingt jetzt banal. Aber ich füge mal hinzu, dass ich Kamerabilder sehe und das scheint mir nun doch so eine Art Berufskrankheit zu sein.

Ich sehe Schwenks, Aufblenden, Close-Ups und manchmal auch wilde Kranfahrten. Ach ja – und welches Licht in den Szenen gesetzt wurde, welche Farben benutzt, und ob Dunst dabei war, oder nicht, könnte ich auf Anhieb auch beschreiben. Manchmal ist es aber auch nur ein kleiner Ausschnitt der Musik, der mich inspiriert und wenn ich dann alleine bin, spiele ich mir diese Stelle zig-mal vor, damit ich die Kamerafahrt vor dem geistigen Auge besser beurteilen, vielleicht sogar verfeinern kann. Ich hätte das ja nie verraten, aber der Kollege Kronn wollte das doch unbedingt wissen, oder?

Rock? Hmm… das kann ich nicht so sagen. Ich glaube dass Rock eher seltener dazugehört. Bei mir ist das mehr so der sentimentale Kram, der die heldenhaften Epen im Kopf entstehen lässt.

Kennt jemand, von Euch Jungspunden eigentlich noch Harold & Maude und Hair?

Genug der Vorrede, kommen wir zum Stöckchen.

Wie viele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?
Derzeit fast Null. Das liegt daran dass ich die 30GB Platte schon bedenklich damit gefüllt hatte und sie auf CD’s auslagern musste. Anderthalb Packungen á 10 CD’s gingen drauf.

Die letzte CD, die du gekauft hast…
Fiese Frage… Ich glaube das war Koyaanisqatsi

Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?
Welcher Ruf? “Essen wird kalt”? Die Aufforderung mit dem Stöckchen?
Hmm- weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich eins der Derivate vom unsäglichen Schnappi.

Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre

  • 1. Sugar – The Archies.
    Eine Comic-Band aus dem Fernsehen. Meine erste Single.
  • 2. A Whiter Shade of PaleProcol Harum
    Mein erster Blues. Damals jedenfalls, nannten wir diesen “Tanz” noch so…
  • 3. Dog eat dog – Ted Nugent.
    Weil das meine Protestphase zuhause einläutete.
  • 4. Let the sunshine inHair.
    Weil man spätestens dann den Kriegsdienst verweigert, wenn man dieses Lied im Film hört und sieht. (ging zumindest mir so)
  • 5. Sara – Fleetwood Mac.
    Meine erste Zigarette (danach).

Anmerkung: Ich könnte noch hunderte solcher begründeten TOP-Five zusammenstellen. Anlässe gibt es ja genug.

Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?
Onno, nicht nur weil er dort wohnt, wo ich gerne wohnen würde, sondern weil das auch eine ausgesprochen günstige Gelegenheit ist, ihn mal wieder zu kontaktieren.
Annette, weil sie durch ihre grandiose Übersetzung der WordPress Sprachdatei mich dazu überredet hat, mein Weblog dann doch deutsch zu führen, und
Philippe, weil er mein Layout so mag und weil ich gerne dem ganzen Treiben hier, ein bischen französischen Flair geben möchte.

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