Kylaloo

StartseiteNeu hierkontaktImpressumdownloads

Der journalistische Praktikant

Abgelegt unter: | Mathias | 08. Okt 2008 | 00:07 Uhr

verguetung

Um ins Fernsehen zu kommen macht er alles. Er rennt gleich am Anfang der Woche zum Bäcker und holt Kürbiskernbrötchen. Dann 4 Zeitungen und ‘ne Packung Marlboro am Kiosk daneben. So, jetzt ab in die Redaktion Kaffe kochen und die lahmarschigen Computer hochfahren. Zum Schluss noch die Ticker aus der Region herausfiltern, ausdrucken und mit einem grünen Textmarker die guten Nachrichten anstreichen und mit einem roten Stift die besonders wichtigen.

Die Kernarbeitszeit beginnt - es ist Acht Uhr.

Den Rest der redaktionellen Abläufe hat der Praktikant auch schnell erlernt.
Recherche zum Beispiel, bedeutet schlicht Termine für den Reporter klarzumachen. Gibt es etwas umsonst, oder ist das richtige Fernsehen da, geht Fuzzi selber hin, ansonsten er. Schließlich soll er hier auch was lernen, sagt Fuzzi dann gerne.

Die Sache mit dem professionellen digitalen Audioschnitt, den er lernen sollte, war dann auch leichter, als er dachte. Die Software kennt er nämlich bereits von seinem Schülerradio und er hat sie auch zuhause. Kein Wunder - sie ist Open Source und damit kostenfrei. So konnte der Praktikant dem Chef auch beibringen, wie man die Schnitte, für die er sonst Tage brauchte, in gut einer halben Stunde erledigt hat.

Na der hat gestaunt und seitdem darf der Praktikant ihm auch alle seine Berichte machen, während er mit seinen Interviewpartnern beim Arbeitsessen zusammensitzt.

Neuerdings darf er am Mikrofon bis zehn zählen, damit Fuzzi seine Geräte pegeln kann. Diese Sprechübungen sind dem Praktikant besonders wichtig und bevor er abends ins Bett fällt übt er sie. Ich glaube er macht das gut, denn korrigiert hat ihn Fuzzi bislang noch nicht.

Das beste zum Schluß. Den Parkplatz braucht er nicht.
Er hat nämlisch kein Auto - das kann er sich nicht leisten.

Es herbstet

Abgelegt unter: | Mathias | 22. Sep 2008 | 21:01 Uhr

landschaft
Das Foto täuscht - ich hasse Herbst. Und das liegt daran, dass alle unsere persönlichen Pechsträhnen und Katastrophen traditionell in diese Jahreszeit fallen.

Wenn Sachen also bei uns kaputt gehen wollen, dann im Herbst. Nicht die kleinen, wie ein Trinkbecher, Schnürsenkel, oder ein Knopf. Nein, im Herbst sind es jene unspektakulären Dinge, wie Waschmaschine, Auto, oder Fernseher.

Und am besten fällt alles auf einem Tag zusammen. Einen mit wichtigen Terminen, die wir nicht verschieben können, weil das Handy gerade seinen Geist aufgegeben hat.

So wurden wir konsequenterweise auf dem Weg nach Frankfurt kurz nach dieser Aufnahme in der nächsten Rechtskurve geblitzt. 5 Km/h zu schnell.

Ich hasse Herbst.

Juni-Oren

Abgelegt unter: | Mathias | 20. Sep 2008 | 22:14 Uhr

Junioren
Keinohrhasen gibt es nur im Film. In der Realität gibt es in Offenbach am Bieberer Berg bei den Offenbacher Kickers sogar eine ganz besondere Spezies davon. Eine, die man nur wahrnehmen kann, wenn man ganz genau hinsieht. Sie ist klein, wuselig und wirft bei Fussballspielen den großen Vorbildern die Bälle zu, wenn die mal wieder über das Ziel hinausgeschossen haben.

Die berühmten kleinen roten Offenbacher Juni Oren.

Bahnspiegel

Abgelegt unter: | Mathias | 15. Aug 2008 | 13:35 Uhr

Bahnspiegel
Gut, dann warten wir eben. Der Zug kommt noch nicht und ich habe den Verdacht, sie wissen ganz genau, dass ich das jetzt nicht gebrauchen kann. Sie wissen, dass ich schnell nach Hause muss, um den Film zu schneiden, der morgen früh fertig sein soll.

Nicht genug damit. Ich sitze bestimmt nachher auch verschämt irgendwo im Flur, obwohl ich doch eine besonders teure Fahrkarte kaufen musste.

Keine rosa-Elefant-hin-und-zurück-Europa-und-Deutschland-Supersparfahrkarte.

Ich musste kurzfristig nach Hannover.

Mir fallen die Franzosen ein, die beim TGV immer nur Fahrkarten zusammen MIT Platzkarten verkaufen. Bekommt man eine Fahrkarte, hat man auch einen Sitz. Nicht so, wie bei uns, wo die Bahn gierig auf eine Überbelegung hofft.

Weitere Artikel: 12345»Letzte Seite »

XHTML | CSS | Atom | RSS | © 2008 by Mathias Hundt | made with WordPress 2.6.2