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DB Lea

Abgelegt unter: | Mathias | 02. Feb 2008 | 21:59 Uhr

lea

Derzeit geben sich ja alle Köche der westlichen Hemisphäre bei der Bahn die Klinke in die Hand. Feine Sache das, wenn ich so an die Zeit mit den Nürnberger Rostbratwürstchen zurückdenke. Die haben sogar den Sprung mitsamt der Gulaschsuppe in die ICE’s geschafft. Würde mich aber jetzt nicht sonderlich wundern, wenn die Reisenden der zweiten Klasse in Zukunft nur noch ebendiese Würstchen (mit Kartoffelsalat aus dem Eimer?) bekommen würden und dafür Lea & Co. exklusiv die Erste bekocht.

Alles ist möglich. Vor allem dann, wenn die Geld- und Adelsklasse von Normalsterblichen nicht mal passiert werden darf.

So, und bevor mir da jemand Neid anhängen will: Ja ich habe die Bahncard first und nutze sie auch. Meine Ruhe stören aber ganz andere. Die beispielsweise, die möglichst laut und vulgär belanglosen Unsinn in ihr dämliches Handy quaken. Oder die, die sich lautstark über ihren Fetisch, den Fußball mit ihrem Nachbarn ergötzen und dann so tun, als hätten sie eine geschäftliche Besprechung.

Und dann frage ich mich, ob Lea sie auch noch bekochen würde,
wenn sie deren Tischmanieren sähe.

Eine Lanze für die Raucher

Abgelegt unter: | Mathias | 25. Jan 2008 | 22:37 Uhr

raucher

Ich bin ab sofort kein Nichtraucher mehr, sondern ein Raucher, der nicht mehr raucht.
Ist inhaltlich praktisch das gleiche, aber Nichtraucher ist für mich spätestens
seit heute ein Schimpfwort.

Altkanzler Schmidt wurde gerade von einer Wiesbadener Nichtraucherinitiative wegen Körperverletzung verklagt, weil er in Hamburg bei einem Neujahrsempfang geraucht hat.
Letzte Woche hat in Hanau ein älteres Paar eine junge Frau auf einem Bahnsteig zusammengefaltet, weil sie sich einen halben Schritt ausserhalb der Demarkationslinie zum Raucherbereich befand.

Wenn ich nicht aus gesundheitlichen Gründen Nichtraucher wäre, dann würde ich jetzt sofort wieder anfangen. Alleine schon deshalb, weil ich nicht zu diesen Dumpfbacken gehören will. Ich wusste es ja schon zu Raucherzeiten, dass mir diese militanten Hysteriker auf den Keks gehen.

Jetzt haben sie also die Oberhand und verwandeln Deutschland Stück für Stück in ihren humorlosen, totalitären und rechthaberischen Traum. Was kommt als nächstes? Ein T-Shirt Zwang mit der Aufschrift “Mein Rauchen gefährdet ihre Gesundheit”? Wir Deutschen haben im Markieren und Draufdeuten ja eine prima Tradition.

Kaum haben sie die Raucher nach draussen vor die Tür geschickt, schon husten sie demonstrativ mit wedelnden Händen hinterher. “Könnt ihr nicht woanders stehen?”, “Nehmt doch bitte mal Rücksicht!”, “Unverschämtheit!”

Ich warte auf den ersten, der einen Raucher anpöbelt, weil er öffentlich qualmt. Selbstverständlich mit Verweis auf die Vorbildfunktion für Kinder. Ähnlich, wie bei den Fußgängerampeln.

Da muss ich immer an die Franzosen denken. Die gehen oft und gerne über Rot. Und den Kindern wird genau das auch beigebracht. Motto: Besser sich Übersicht verschaffen und eigenverantwortlich die Strasse queren, als auf eine starre Regel vertrauen. Denn auch wenn man Grün hat, kann man sich nicht darauf verlassen, dass sich der Autofahrer daran hält.

Limofahrn

Abgelegt unter: | Mathias | 21. Okt 2007 | 23:28 Uhr

limo

So, am Freitag sind wir dann mal früh aufgestanden.
Eigentlich erwarteten wir schon ab sechs Uhr ein heftiges Chaos auf den Straßen, weil die Lockführer Italien spielen wollten und bis in den Vorabend noch etwas von Streik faselten. Heute morgen kam dann doch alles anders.

Kein Streik, kein Stau und Hr3 saß mit Mirko Förster auf einer frivolen Aktion fest:
Heute bringen wir unsere Hörer mit einer Stretchlimo zur Arbeit. Rufen Sie an.

Wer aber glaubt, dass so eine Limo bequem ist, täuscht sich. Die Dinger sind total ungemütlich. Vor allem, wenn man niemanden an Bord hat, der einen bedient. Ohne Stewardess heisst es dann nämlich Kindgerecht mit einer Hand längs durch die 8,60 Meter lange Bude krabbeln. Die andere hält sich derweil verwegen am Schampus fest.

Ein Mordsspaß, wenn das Auto in die Kurve geht und man dann versucht auf Knien das Gleichgewicht zu halten.

Genau darum sind die Fenster ja auch abgedunkelt.

Colacode

Abgelegt unter: | Mathias | 12. Feb 2007 | 08:42 Uhr

coladeckel

Wer in seinem Leben noch nie sein komplettes Hab und Gut samt blöder Schwester für eines der letzten fehlenden Paninibildchen hergegeben hätte, damit er sein WM-Heftchen vielleicht doch noch voll bekommt, sollte jetzt besser weiterblättern. Der weiß nämlich einfach nicht, was Glück bedeutet.

Bleiben also die, die in ihrer grauen Vorzeit, also kurz vor der ersten zahnspangigen Liebe mit 12, in Kiesgruben nach vergessenen Flaschen gebuddelt haben, um sich vom Pfand einen Flutschfinger mit Kicker kaufen zu können.

Heute sind es die Codes in den Verschlußkappen der Colaflaschen, die uns den Puls nach oben treiben. Für vier Deckel bekommt man bei iTunes ein Lied.

Anfällig für diesen Blödsinn, sind wieder einmal all die Kameramänner, die schon damals in der Kiesgrube die Bay City Rollers ziemlich blöd fanden und derzeit bei Proben zu Faschingssendungen an ihren Getränken herumspielen müssen.

Um genau zu sein, sind es Christian und ich.

Unsere Kabelhilfen, die sonst selbser darum bemüht sind, nicht durch Albernheit aufzufallen, schauen sich gegenseitig an. Wir stürzen uns, wie die Aasgeier auf jede Flasche, die einen roten Deckel hat und zeigen uns stolz, wieviel Codes wir schon haben.

Als mir Christian gestern morgen erzählt, dass er am Vorabend hinter der Eingangstüre zur Festhalle, noch einen ganzen Kasten für sich alleine fleddern konnte, war ich kurz davor durchzudrehen. Mir blieb nichts anderes übrig, als im Vorbeigehen einer unbenutzten vollen Flasche den Deckel zu klauen…

Heute Abend hatte ich Glück, denn kurz nachdem Christian nach Hause musste, haben sie noch zwei Kästen in den Hof gestellt. Waldemar, der Nachtwächter, dachte erst noch, dass ich auf das Leergut scharf wäre, schüttelte aber irritiert den Kopf, als er mich bei meiner Deckelorgie ertappte.

Ach Waldemar, das verstehst du nicht…

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