Zurück in die Zukunft

Angenommen die Sängerin Mariah Carey wäre am 27. März 1970 geboren und hätte 1994 das Lied “(I can’t live) Without You” aufgenommen. Mit 24 Jahren also.
So etwas kennen wir schon, das ist langweilig.
Interessanter ist die Rechnung (mittlerweile korrigiert), die uns der Hessische Rundfunk aufmacht. Das Lied kam demnach im Original 1971 heraus und die gute Mariah bringt das Kunststück fertig, dieses Lied 49 Jahre vorher mit großem Erfolg neu aufzulegen.
Also rund 48 Jahre vor ihrer Geburt.
Folgen wir dieser kessen Logik noch ein wenig.
Unterstellen wir also, dass sie zum Zeitpunkt der Aufnahme 24 Jahre alt ist. Dann wäre sie im Jahr 1898 geboren worden und heute 110 Jahre alt.
Ganze 183 Tage älter als George Gershwin.
Das denkwürdige Jahr übrigens, in dem der deutsche Reichstag ein Gesetz beschließt, das den Sozialdemokraten das akademische Lehramt an Hochschulen verweigert.
Sauber. Sind die nicht schon wieder kurz davor?
Ein Kommentar von: ally | 3. März 2008 | 10:54 Uhr
Mann, hier bleibt ja echt kein Fehler unbemerkt
Danke für den Hinweis
von Alexandra, Zeitreisende im Hessischen Rundfunk.
Ein Kommentar von: Mathias | 3. März 2008 | 18:13 Uhr
..und so ein schöner!
Eure Reaktion war aber auch flott. Kompliment!
Ein Kommentar von: Frederick | 28. Juli 2008 | 03:46 Uhr
Ehre wem Ehre gebührt – gratulation! Schön gerechnet, ich wette, dass es keinem aufgefallen wäre…
Ein Kommentar von: Birgit | 20. Oktober 2008 | 13:10 Uhr
Lieber Mathias,
Dir ist die Logik nur nicht aufgangen: Zukünftige Vergangenheiten und vollendete Gegenwarten sowie vergangene Zukünfte – das ist ja alles möglich und seit Einstein auch bewiesen. Insofern zeigt der zitierte Text nur, dass die Relativitätstheorie bereits relativ gute journalistische Praxis geworden ist. Schön, dass ich Dich morgen gesehen haben werde! Und gestern werde ich nie wieder heiraten wollen.
Liebe Grüße aus der gekrümmten Zeit.
Treffen wir uns gestern?