WordPressus Teutonicus

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und kein Urlaub weit und breit.
Es gibt da etwas, was ich schon immer mal machen wollte, aber schon auf halber Strecke immer wieder auf die lange Bank geschoben habe. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es jedem herumbosselnden User genauso durch den Kopf gegangen sein muß, seitdem er WordPress benutzt.
Tja, und jetzt ist es passiert.
Die Rede ist hier von einer kompletten deutschsprachigen WordPress-Installation. Eine ohne wenn und aber. Ich habe WordPress für meinen typischen deutschen User einmal zusammengestellt und all das eingebaut, was mir dabei irgendwie wichtig erschien. Es ist mein bescheidener Versuch, den Installationsvorgang einer deutschen WordPress Version (1.5.2) soweit, wie es mir möglich ist, zu automatisieren.
Herausgekommen ist dabei ein Komplettpaket für alle, die entweder zu faul, zu gestresst, oder schlicht zu unbeholfen sind, sich WordPress selbst vernünftig zu installieren und ins Deutsche zu übertragen. Aber keine falschen Hoffnungen: Das Ergebnis ist hier keine aufgeblasene Pimp-, sondern vielmehr eine möglichst fehlerfreie und saubere PureVersion.
Das habe ich gemacht:
- Die Installationsrutine übersetzt (auch die Fehlermeldungen).
- Das Standardtemplate (de) überarbeitet, eingebaut und aktiviert.
- Die deutsche Sprachdatei aktualisiert und eingebettet.
- Die wichtigsten Plugins sind assimiliert und an Ort und Stelle aktiviert.
- Die leidigen Probleme mit dem amerikanischen Datumsformat sind beseitigt.
- Die WordPress Dokumente sind übersetzt und verlinkt.
- Der erste Artikel und der erste Kommentar sind übersetzt.
- Eine (leere) .htaccess Datei der Installation hinzugefügt.
- Deutschsprachige Bestätigungsmail nach der Einrichtung.
Viel muß der Benutzer jetzt nicht mehr tun, damit WordPress zum Leben erweckt werden kann. Nur zwei, drei dumme Dinge bleiben knifflig.
- Er muß eine Datenbank auf dem Server einrichten und die dazu gehörenden Daten korrekt in die wp-config.php eingeben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ihm sein Hoster dabei gerne helfen wird, sodass das halbwegs angenehm über die Bühne gehen kann.
- Er muß verstehen, wie man die Dateien mit einem FTP Programm auf den Server bringt. Auch hier müsste ihm der Hoster gutgelaunt mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn das ist ja schließlich sein Job.
- Um wenigstens Bilder im Internetcafé hochladen zu können, muß er herausfinden, was “Rechte” sind und wie man sie vergibt. Das gerade erwähnte FTP Programm sollte in der Lage sein, diese Rechte unkompliziert zu vergeben. Wenn nicht, dann wird es Zeit, sich nach einem besseren umzuschauen.
Also gut, kommen wir endlich zur Installation der deutschen WP-Edition. Sie wird grundsätzlich genauso installiert, wie die internationale Version und das kann man einer unkomplizierten Anleitung entnehmen, die bei der deutschen WordPress Community zu finden ist. Das schöne daran: Bei Problemen kann man gerne im Forum vorbeischauen.
Wo wir gerade dabei sind: Ohne die inzwischen tagtäglichen Arbeit aller Mitglieder im Portal und der Dokumentation, wäre dieses Paket sowieso nie denkbar gewesen. Mal eine Zahl als Beispiel: Die Sprachdatei hat die sagenhafte Dimension von 931 Zeichenketten, die alle peinlich genau von Hand übersetzt werden mussten. (Hallo Annette) Wir sammeln und aktualisieren noch heute, die kleinsten Fehlerchen und diverse Formulierungen.
Wie üblich bei solchen Sachen, kann es auch mal sein, dass im ganzen Durcheinander etwas übersehen wurde. Wer etwas erwähnenswertes findet und dazu noch einen sonnigen Tag erwischt hat, sollte sich nicht scheuen, mit mir umgehend Kontakt auzufnehmen. Gut gelaunt fomulierte Fehlermeldungen tun nämlich nur halb so weh, wie besserwisserische, die so auffallend gerne mit ungemütlichem kalten Regen zusammenfallen.
Apropos Kritik.
Die Installation, sowie der Gebrauch und Einsatz geschieht hübsch auf eigene Gefahr.



