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Oma steh auf!

Abgelegt unter: | Mathias | 31. Okt 2005 | 07:20 Uhr

Zabert Sandmann

Misstrauisch beäuge ich auch heute noch jedesmal unsere Funkuhr an der Wand, wenn die Uhren umgestellt werden. Wird das Ding da wirklich umspringen? Ich meine, es wäre doch nicht auszudenken, wenn die das in der Funkuhrzenrale einmal verschlafen würden, oder nicht?

Auch habe ich immer diese beklemmende Phantasie, dass unser gutes Stück aus irgendeinem saudummen Grund, einmal in einen Funkschatten geraten könnte. Dabei hängt sie doch schon seit Jahren an der gleichen Stelle im Flur.

Um das kontrollieren zu können, habe ich vor ein paar Wochen kurzentschlossen eine weitere Funkuhr von Tschibo besorgt und direkt daneben gehängt. Gegenseitig überprüfen sich die beiden Uhren jetzt und ich mache mir langsam Gedanken, wo das bei mir eigentlich noch hinführen wird.

Vielleicht sollte ich es wie Oma machen, die sich früher, als es noch keine Funkuhren gab, tatsächlich den Wecker auf Drei Uhr nachts stellte, damit sie dann auch vorschriftsmäßig die Uhr umstellen konnte.

Deutsche Bank und Dresdner Bank

Abgelegt unter: | Mathias | 29. Okt 2005 | 22:25 Uhr

Herbstbaum

Sitzen zwei auf einer Bank.
Der eine roch, der andere stank.
Sagt der roch zum stank:
“Ich setz’ mich auf ‘ne and’re Bank.”

Fredl Fesl

Tongöttin

Abgelegt unter: | Mathias | 27. Okt 2005 | 00:11 Uhr

microphonia

Sie ist die Schutzheilige der gekapselten Membranen. Sie hilft beim pegeln, ausrichten und Bier überm Pult öffnen. Ohne sie verliert jeder Windschutz seinen Sinn und jede Aufnahme die Brillianz. Diskret werden alle Handmikrofone, Headsets und drahtlose Sender vor jedem Einsatz huldvoll an ihr vorbeigereicht, damit ihr Zauber auf sie übergehen möge.

Liebe Ungläubige, wir reden hier von etwas ganz besonderem.

Wir reden hier von:

Microphonia - Die Schutzheilige der Tonleute.

Schaut mal genauer auf die Mischpulte, wenn ihr mal wieder ein Konzert besucht. Irgendwo dort ist ihr heimlicher Altar. Und lasst euch nicht verunsichern, wenn euch die Tonmeister mit einer geschickten Körpertäuschung den Blick auf das akustische Heiligtum verwehren möchten.

Tipp:

Nehmt einfach eins ihrer Mikrofone und haltet es ganz dicht an einen, der herumstehenden Lautsprecher. Sobald das eklig fiepsende Geräusch erklingt, schrecken die Tonleute auf, rennen wild durcheinander und geben den Blick auf Microphonia frei.

Rettungswitz

Abgelegt unter: | Mathias | 25. Okt 2005 | 05:46 Uhr

motzdreier

So, in siebzehn Tagen beginnt also die neue Karnevalssaison.
Und weil ich mir Witze sowieso nie merken kann, habe ich mir für die lustige Jahreszeit diesmal einen Patenwitz gesucht. Er hat die ehrenvolle Aufgabe, mich sicher durch den schwülen Dschungel der Heiterkeit bringen.

Zur richtigen Zeit den passenden Witz zu haben, ist etwas sehr kostbares. Er fördert Kontakte, festigt berufliche Freundschaften und kann einem das Leben retten, wenn man beispielsweise zum geselligen Saufen animiert wird. Dann packt man ihn aus, erzählt ihn schnell und pointiert, und gewinnt so wertvolle Sekunden, sich eine passende Ausrede einfallen zu lassen, um die Gesellschaft unauffällig und ohne Blessuren verlassen zu können.

Meine ersten Tests verliefen vielversprechend, auch wenn ich glaube, dass er noch ein wenig zu intellektuell für das letzte Drittel einer typischen Faschingsparty ist.

Er lautet dieses Jahr: (höhö)
Wenn es Dir zu kalt ist, dann geh’ doch in die Ecke. Die hat meistens 90 Grad.

Jetzt, da ich ihn aufgeschrieben habe, kann ich mir ihn auch merken, wobei mir aber gerade auch klar geworden ist, dass das gute Stück wohltemperiert (hihi) erzählt werden muß.

Ein schmaler Grat, den man hier beschreitet.
Herunternuscheln darf man den Vortrag genauso wenig, wie überhitzt (hoho) verhaspeln.

Hmm, vielleicht suche ich mir noch einen passenden Reservewitz.
Marke kurz, knackig und vulgär.

Einen Schenkelklatscher oder so..

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