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Wir sind Kanzler!

Filed under: | Mathias | 19. Sep 2005 | 00:45 Uhr

wahlstudio

Wahlsendungen zu machen ist immer ein hartes Stück Arbeit. Dabei liegt die Herausforderung weniger im gestalterischen Schwierigkeitsgrad der Aufnahme, als vielmehr in der Konzentration. Das ist so ein bisschen, wie beim Skispringen. Ständig macht man die gleiche Bewegung, gerät dadurch in einen fließbandähnlichen Trott und muß höllisch aufpassen dass man die Ausnahmen nicht verpasst. Das gilt vor allem dann, wenn zu einer Außenstelle geschaltet wird und eine kleine trügerische Pause von vielleicht zwei Minuten entsteht.

In der Regie sprechen über die gesamte Sendezeit gut ein halbes Dutzend Leute ständig durcheinander, was so klingt, als würde man Nachrichten und Kommentare von vier Radiosendern gleichzeitig hören. Dummerweise kann man an der Kamera die Kopfhörer nicht einfach ausschalten, sondern muß selbständig aus dem Sprachwirrwar herausfiltern, was für einen selbst wichtig ist.

Tja, und dann wären da auch noch die Moderatoren, bei denen alle Informationen idealerweise zusammenlaufen. Unschwer zu verstehen, dass hier im Hintergrund unablässig gewunken, gedeutet und gezischelt wird und den Aufnahmeleitern in diesem babylonischen Durcheinander die Vermittlerrolle nicht gerade leicht gemacht wird.

Oder anders: Von den zwei Moderadoren, redet jetzt der linke und trägt die Ergebnisse des Landkreises Groß-Gerau vor, während der rechte unablässsig mit dem Finger fuchtelnd auf einen der Vorschaumonitore deutet und irgendetwas wissen will. Er bewegt dazu aber nur die Lippen, damit er dem anderen Moderator nicht hörbar dazwischenredet.

Wie üblich für diesen Berufstand, vertraut er dabei auf die hellseherischen Fähigkeiten der anderen Mitarbeiter. Das Schnattern in der Regie wird schlagartig lauter. Jeder versucht sich als Dolmetscher der Lippenbewegungen. Der erste vermutet, dass er nur ein Glas Wasser will, jemand anderes ist sich sicher, dass er angedeutet hat, dass gleich zur FDP geschaltet werden soll. Der Bildtechniker vermutet trocken, dass der Monitor möglicherweise ausgefallen ist und bittet uns, ihm den betreffenden Monitor mit der Kamera zu zeigen.

Das Fuchteln wird ärgerlicher und Barbara, unsere Aufnahmeleiterin, schleicht zu ihm hin.

“Er will wissen, ob das Interview mit Schröder, das er da sieht, gerade live in der ARD läuft, oder nur eine olle Aufzeichnung ist.”

Genau im Augenblick, in dem man ihm antworten will, wird der andere Moderator fertig und gibt zu ihm ab.

Upps.

Da er jetzt die Interviewfrage nicht klären konnte, moderiert er einfach einen netten Hintergrundbericht an.

Hektik. – Liegt der Bericht überhaupt vor?
Hmpfff… Glück gehabt, der Kollege von der MAZ hatte aufgepasst.

Very New Orleans

Filed under: | Mathias | 17. Sep 2005 | 06:01 Uhr

bushfishing
George und George zeigen stolz ihre erste New Orleaner Stadionforelle.

Wie wir sehen, muß man manchmal im Urlaub auch etwas improvisieren können.

Weiterführende Links:
Das vermutliche Original des Bildes
Kick out the republicans
Bullshit Deflector

Barbara und die Zeit

Filed under: | Mathias | 17. Sep 2005 | 04:14 Uhr

barbarauhr

Eine der vornehmsten Aufgaben des Aufnahmeleiters ist es, genau zu wissen, wie lange etwas dauert. Er wird gefragt, wie lange der Bericht noch läuft, ob der Moderator nochmal räuspern kann, oder wie viel er schon überzogen hat. Er muß wissen, wann in welche Kamera zu schauen ist und wie lange der Studiogast hinter dem Vorhang noch verharren muß, bis er vortreten darf.

Der Aufnahmeleiter ist die wandelnde Zeitmaschine im Fernsehen.

Glauben Sie nicht? Dann sehen Sie sich doch einmal Barbaras beruflichen Arm an.

Vater und Tochter?

Filed under: | Mathias | 16. Sep 2005 | 21:59 Uhr

gruenenplakat

Nachdem Joschka Fischer ganz offensichtlich doch kein Nachkomme von Fuigentius Bellelli ist, muß man sich schon wieder die Augen reiben. Diesmal sieht es fast so aus, als würden hier in Frankfurt, Vater und Tochter kandidieren. Soweit mir aber bekannt ist, ist Ulrike Gauderer weder mit Joschka verwandt, noch verschwägert.

Babynamewizard

Filed under: | Mathias | 16. Sep 2005 | 21:51 Uhr

matthew

Aus gegebenen Anlass heute ein Link für einen Kollegen :)

Etwas Glück braucht man schon, um seinen Namen in dieser JAVA Anwendung zu finden, denn sie listet leider nur die beliebtesten amerikanischen Vornamen auf. Hat man einen solchen, dann kann man sehen, wie beliebt dieser Name im Laufe der Jahre (in Amerika) gewesen ist. Welchen Trends die Eltern dabei bislang laut Babynamewizard gefolgt sind, kann man auch im begleitenden Weblog zum Thema nachschauen.

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