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Linktipps der Woche 34

Filed under: | Mathias | 26. Aug 2005 | 23:46 Uhr

LDW-34

Peter brachte mich bei den Kleingärtnern auf die Idee. Ab sofort veröffentlichen wir freitags unsere Lieblingslinks der Woche.

Und wie es sich für Kameramänner gehört, beschäftigt sich die erste Edition dieser Links mit Filmen. Sie sind diesmal eher kurz, statt lang, manchmal in Flash eingebunden und fast immer im Humorfach zuhause. Von allem also ein Bischen. Schön wäre es natürlich, wenn weitere in den Kommentaren hinzukämen. Passend zu dem Ganzen, haben wir eine neue Kategorie im Menü rechts eingerichtet, die Kylalinks.

Den Anfang machen fünf Collegestudenten, die gemeinsam in einer Band spielen und ihre Videos zwangsläufig selber machen müssen. Die meisten ihrer Filme sind aber weniger Musikvideos, als vielmehr ausgemachter Quatsch. Wer also absoluten Nonsense nicht mag, sollte diese Linkempfehlung einfach überspringen.

Aber Achtung: Beim Download der Filme mit der rechten Taste beendet der Firefox den Vorgang manchmal zu früh (warum auch immer) und man hat ärgerlicherweise einen unfertigen Film auf dem Rechner. Empfehlung: Entweder gleich online gucken, oder ein Programm zum Downloaden, wie beispielsweise NetAnts benutzen. (Freeware mit erträglichem Werbebanner) Download hier.

Die Filme:
Direktions Quicktime | 2,2MB | Quatschfilm
Vroom Quicktime | 4,7MB | Quatschfilm
Bananaman Quicktime | 10MB | Musikvideo
Break It Down Quicktime | 13,1MB | Musikvideo
Whoops Quicktime | 0,9MB | Quatschfilm
EnchiritoQ Quicktime | 3,5MB | Quatschfilm
Sidewalkduell Quicktime | 1,5MB | Quatschfilm
Ant Thoughts Quicktime | 1,1MB | Quatschfilm

Auf der Homepage der Band gibt es noch Audio-Dateien, Fotos und die Biographie.


Da gibt es noch einen weiteren preisgekrönten Nonsensefilm, der es auch bei uns in die Top 10 der Lieblingskurzfilme geschafft hat. A heap of Trouble heisst er, wobei “Nine Naked Men” sicher neugieriger gemacht hätte.


Neues aus dem Neandertal. Ein Animations-Ehedrama in 4:50 Minuten.

Für die, die eine fette Leitung haben gibts ihn größerer und für die, die mit den großen Hunden pinkeln wollen, aber nicht so recht können, in kleinerer Ausführung.
Die Jungs von Blur haben aber auch noch weitere Kostproben auf Lager.


Noch ein Beziehungsdrama gefällig? Da gibt es noch ein weiteres Lehrstück, das uns erklärt, wie man sich auf fünfzehn verschiedene Arten trennen kann.


Hier haben wir eine echt wirkende Reportage aus dem Irak, die das Zeug zum Klassiker genauso hat, wie der Werbefilm mit dem Zimmerschlüssel in einem Hotel.


Kennt jemand Terry Tate?
Das ist ein Footballspieler, der sich ausserhalb der Saison sein Gehalt mit Nebenjobs als Motivationstrainer aufbessert. Kaum kümmert er sich um die Belegschaft einer Firma, schon steigert sich die Produktivität. Terry Tate ist so kultig, dass es eine ganze Staffel mit ihm gibt. Eine Folge mit einem Konkurrenten ist genauso darunter, wie die, in der er in Urlaub geschickt wird und im Hotel für Ordnung sorgt. Kaum zurück, muß er sich gegen eine neue sensitive Methode behaupten. Eine schwere Prüfung für ihn, wo er doch so sensibel aufgewachsen ist.


Ach und hier haben wir noch den Hamster, den alle lieben. Zumindest die, die ihn kennen. Noch eine weitere Folge gefällig?


Zum Schluß noch eine Vorschau auf die nächsten Linktipps. Da geht es unter Anderem um Fakes. Also Dinge, die uns etwas vorgaukeln. Hier zum Beispiel eine schweinische Seite, die keine ist. Klickt ruhig mal auf die Bilder…

Milchundzucker

Filed under: | Mathias | 24. Aug 2005 | 20:09 Uhr

milchundzucker

Es gibt diese Tage, da schaut man gelangweilt aus dem Café und hofft mit verzogener Schnute, dass das Wetter endlich besser wird. Dann will da plötzlich jemand an einem vorbei, man macht Platz, stößt sich das Knie und will den Kerl so richtig böse anschauen. Der Kerl entpuppt sich als eine Art Schwester von Pamela Anderson und mit offenen Mund starrt man ihr nach, wie sie aus dem Café geht und an der nächsten Ampel auf grün wartet.

Selbstverständlich alles in Zeitlupe.

Dann geht aber alles ganz schnell: Die Ampel springt auf grün, ich verbrenne mir mit dem Macciato die Zunge, schwenke den Kopf zurück an den Tisch und starre unvermittelt die Zucker- und die Milchdose vor mir an.

Ich weiß jetzt, wie der Designer auf die Form gekommen ist. Doch doch, ich weiß es.

Vogelschiet

Filed under: | Mathias | 24. Aug 2005 | 19:40 Uhr

Vogelschiet

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Vögel sich immer genau dann erleichtern, wenn sie müssen und wer Pech hat, steht in diesem Moment genau darunter. “Soll Glück bringen”, sagt man dem Opfer dann breit grinsend.

Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass Vögel ihren Mist einhalten und für bessere Gelegenheiten aufheben könnten. Seitdem wir nämlich unseren Roadster haben, beobachte ich, dass sie sich absichtlich genau über ihm positionieren und sich dann auch in besonders großen Portionen entleeren.

Unklar ist für mich derzeit nur ihre Absicht: Ist es eine Form der Anerkennung, oder markieren sie ihr Revier? Oder ist es gar eine Form der subtilen Verachtung? Ich meine nämlich bei den Mistviechern ein hämisches Grinsen entdeckt zu haben.

Lippenstifte

Filed under: | Mathias | 03. Aug 2005 | 23:46 Uhr

Lippenstifte

Ganze 18 Sorten zähle ich, als ich nachgeschaut habe, ob es Labello überhaupt noch gibt. Seit meiner Schulzeit habe ich die Dinger nämlich nicht mehr gesehen und das ist ja schon etwas her. Mädchen waren damals jene weltfremde Wesen, die Gummitwist hüpften, Poesiealben im Unterricht austauschten, gemeinsam aufs Klo gingen und Labello verreibend irgendwann da wieder herauskamen.

Ich hatte auch ein Stift, der war aber von Clerasil und der deckte Pickel zu. Als ich eines Tages pickelfrei und mit einem Fußball unterm Arm Ulla fragte, ob sie mit mir gehen wolle, quälte sie mich, indem sie erst einen Blick in die Ferne warf, um dann diesen dämlichen Fettstift auszupacken und die wertvolle Zeit der Pause zu verplempern. Schließlich gab sie sich einen Ruck, wir umarmten uns und dank Labello quietschte auch mein erster Kuss nicht.

Mann-oh-mann, ging uns diese Sucht auf den Keks.

Ulla ist inzwischen sicher auf Lippenstift umgestiegen und wir Männer können dem Ding jetzt auch endlich etwas positives abgewinnen.

Ähnlich, wie bei ihrem pubertären Training, hat auch bei der Benutzung eines Lippenstiftes jede Frau ihre ganz persönliche Handschrift. Die eine benutzt ihn genauso, wie Labello (“einfach druff”). Eine andere braucht einen Spiegel, trägt die Farbe vorsichtig auf den spitzen Mund und dreht dabei den Stift so, dass da mit der Zeit so eine Art Zipfelmütze übrigbleibt. Wieder eine andere, versucht die Form, die der Stift ab Werk sowieso schon hat, beim Abtragen möglichst irgendwie beizubehalten und versaut sich den Tag, wenn sie eine Delle reinmacht.

Ich glaube, ich werde mich demnächst einmal näher damit beschäftigen, ob und wie man den Frauentyp anhand des Lippenstiftes ermitteln kann. Wieviel Typen werde ich finden? Das riecht doch nach einer losen Serie und ich kam darauf, als ich heute nach dem Mittagessen, unseren Bildmischerinnen bei ihrem Ritual zuschaute und an meine Schulzeit denken musste…

Burger King Wiki

Filed under: | Mathias | 02. Aug 2005 | 16:08 Uhr

wiki

Man glaubt es nicht, aber Burger King hat auch ein Wiki.
Er ist vielleicht Anfang zwanzig und wunderte sich nicht schlecht, dass ich auf seinen Namen reagiere. Der Wermutstropfen ist allerdings, dass Wiki nicht so wissend ist, wie sein Name vermuten lässt. In keiner mir bekannten Sprache war es mir möglich bei ihm einen Cheeseburger ohne Gurke und Mayo zu bestellen.
Ich hasse Gurke und Mayo. Und ja – ich schmecke diesen Mist noch, selbst wenn man es nachträglich abgekratzt hat. Aber zurück zum Wiki. Der versteht nicht was ich will und zuckt nur ratlos mit den Schultern. Warum werden eigentlich immer wieder genau die an die Kasse gestellt, die nur Balinesisch verstehen? Warum reicht kein Englisch, Französisch und sogar Spanisch dazu, einen einfachen Burger zu bestellen? Und vor allem: Was haben diese Cosmopoliten ausgerechnet an den Headsets der Autoschalter zu suchen?

Als ich seinen Anhänger fotografieren will, deutet er darauf, grinst und will 400Euro dafür.

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