Podcast Hardware

Eines vorweg: Wir wollten nicht die edelste und teuerste Ausrüstung finden, die der Markt hergibt, denn dazu braucht man keine Hilfestellung, sondern nur ein pralles Bankkonto. Vielmehr suchten wir für uns die ausgewogenste Zusammenstellung, die zu einem akzeptablen Preis eine vernünftige Leistung bietet.
Naturgemäß wird unsere Wahl den einen, oder anderen Fachmann unter den Lesern zu Belehrungen verführen, aber wir bitten zu bedenken, dass der Markt extrem viele Kombinationen zulässt und wir uns da irgendwie durchwuschteln mussten. Wir sind keine Audio-Profis und vielleicht können wir sogar froh darum sein, denn so wissen wir auch nicht, welche sagenhafte (und teure!) Technik uns vorenthalten bleibt. Kurzum: Die folgende Liste ist persönlich und subjektiv. Sie basiert auf unserem (hoffendlich) gesunden Menschenverstand.
An dieser Stelle auch eine große Ausnahme, aber wie sollen wir mit einem Händler umgehen, der sich in allen Belangen, die uns audiotechnisch am Herzen lagen, absolut toll verhalten hat? Sowas kann man doch nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Wir haben uns also entschieden, die Links zu den Produkten nicht etwa zum Hersteller, sondern zu diesem vorbildlichen Händler anzulegen.
Und nein, wir bekommen nichts dafür.
Mischpult:
Behringer UB802
Sicher gibt es noch günstigere Mischer auf dem Markt, als den UB802. Es handelt sich hierbei aber trotzdem noch um das zweitgünstigste Gerät im Programm und wir haben es genommen, weil es bereits Mikrofone, die eine Phantomspeisung benötigen, mit einem ensprechenden Regler versorgen kann. Das kleinste Gerät, dass nur 10 Euro günstiger ist, kann das nicht. Was uns auch wichtig war: Das Mischpult hat zwei Mikrofoneingänge. Das ist ist vor allem dann interessant, wenn man, wie wir, zu zweit podcastet (zB. auch mit einem Gast), oder in Stereo aufnehmen will.
Mikrofon
tbone EM 800
Nach allem, was wir herausfinden konnten, gibt es zwei Typen von Mikrofonen, die für uns in Frage kommen. Das Dynamische Mikrofon und das Kondensator-Mikrofon. Beide sollen laut ihrer Beschreibungen unglaublich toll sein, aber ganz offensichtlich ist das Ding mit dem Kondensator doch noch eine Spur toller. Schließlich wird das auch einen Grund haben, warum die Audio-Buben bei uns im Sender nur solche in den Studios aufhängen. Dafür soll es aber auch schneller kaputtgehen, wenn man es fallen lässt. Also Vorsicht. Das für uns relevante EM 800 ist so ein Kondensator-Mikrofon, dass aufgrund seiner Bauweise Strom braucht, um zu funktionieren. In Fachkreisen Phantomspeisung genannt. Unser Mischer hat so eine Phantomspeisung - Na bitte. Warum ausgerechnet dieses Mikrofon? Weil es sagenhafte Testberichte vorzuweisen hatte, darum. Wo hätten wir auch ausgiebige Tests durchführen können? Wir hatten jedenfalls Glück, die Mikrofone sind tatsächlich haargenau so, wie sie in den Tests beschrieben wurden.
Mikrofonstativ
K&M 23266
Wir haben zwei kleine, aber für ihre Größe doch recht schwere Tischständer mit Filzmatte für unsere Mikrofone genommen und nicht das noch günstigere Dreibeinstativ. Der Vorteil liegt darin, dass der schwerere Tischständer nicht so leicht verschoben werden kann und wenn doch, dann dämmt der Filzunterbau das Geräusch doch etwas mehr, als die gakeligen Plastikfüße. Darüber hinaus benötigt so ein Tischständer nicht soviel Platz.
Kabel und Adapter:
Kauft bloß keine Kabel bei den einschlägigen Discountern. Der Preis ist alles andere als geil und ihr wollt doch nicht so blöd sein, locker das doppelte bis dreifache hinzulegen, oder? Ausserdem muß man sich die Kabel dort meist mit Adaptern zusammenstöpseln, was der Qualität und dem Geldbeutel auch nicht gut tut.
- Zunächst brauchen wir zwei ganz gewöhnliche XLR-Mikrofonkabel um die Mikros mit dem Mischpult zu verbinden.
- Dann braucht man noch eine Peitsche (oder auch Y-Kabel genannt) um vom Mischpult auch in den Computer zu kommen. Diese Peitsche hat am einen Ende zwei große Monoklinken für den Ausgang des Mischers und auf der anderen Seite eine kleine Stereo-Klinke für den Eingang am Computer oder Laptop.
- Um mit zwei Kopfhörern ( mit kleiner Klinke) den Ausgang des Mischpultes abhören zu können, haben wir noch einen Adapter gebraucht
- Um flexibel zu sein, wollten wir das gleiche aber auch für die Kopfhörer mit großen Klinken.
- Glücklicherweise haben wir noch an einen dritten Adapter gedacht, mit dem man die Kopfhörer direkt am Laptop anschließen kann. Diesen Anschluß benutzen wir am häufigsten, denn hier hört man schließlich auch das Endergebnis der Aufnahme.
Kopfhörer
Nach langem hin und her, haben wir uns für zwei AKG K44 entschieden. Ein harter Kampf war das, denn wir hatten Modelle von 14,99 bis knapp 25 Euro auf unserer Liste. Lilo hat das jetzt aber energisch mit dem Argument entschieden, dass man dieses Ding beim podcasten ständig auf dem Kopf trägt und es darum auch bequem sein muß. Basta.
Sparen? Das können wir überall, nur nicht an dieser Stelle, meint sie. Was bin ich erleichtert, dass ich ihr nicht die teuersten Modelle gezeigt habe.
Übrigens: Das ausgerechnet der AKG der bequemste Kopfhörer ist, sagte ihr niemand geringeres, als ihre weibliche Intuition.
Weitere Artikel und Links zu unserem Einstieg ins Podcasten:
- Kylacast Kylaloos Podcast ist jetzt online.
- Podcast Software Wie wir zu unserer Podcast-Software fanden.
- Warum Loudblog? Warum Kylaloo Loudblog zum Podcasten nimmt.
- Podcatcher Programme mit denen man sich Podcasts anhören kann.
- Podcast Vokabeln Ein Basiswissen der Podcast Fachwörter.
- Downloads Das Kylacast Loudblog Template zum herunterladen.
Ein Kommentar von: Anonymous | 10. August 2006 | 11:01 Uhr
hi!
sagt mal - das mischen geht doch auch am computer oder nicht!?
Ein Kommentar von: Uwe | 7. Januar 2007 | 00:48 Uhr
Hey, vielen Dank - genau der Artikel, den ich gesucht habe. Genau erklärt, prima verlinkt zu den einzelnen Produkten.