Kylaloo

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Kalifornische Frauen.

Filed under: | Mathias | 17. Okt 2004 | 07:43 Uhr

Menschen, die im Palast wohnen, nennt man bekanntlich Palästinenser. Mein erster Berufswunsch war Bauer, weil der logischerweise baut. Das letzte mal musste ich gestern lachen, als Jürgen Klinsmann im ZDF-Sportstudio über die Herkunft seiner Frau sprach. Klinsis Frau kommt nämlich aus Kalifornien und ist darum sebstverständlich Kalifornianerin. Scheint ja so eine Art Beruftstest für Bundestrainer zu sein. War es nicht Rudi Völler, der von den Irländern sprach, als er die Iren meinte?

Zwetschekuche

Filed under: | Mathias | 13. Okt 2004 | 22:41 Uhr

zwetschekuche
Lilos erster Pflaumenkuchen erinnert stark an die Pfannenpizza beim Pizzahut. Der Teig ist (versehentlich) etwa 5cm dick geworden und das Pflaumen-Arrangement sieht aus, wie Salamischeiben. Ihr lachender Kommentar: “Du weißt, dass ich das nicht war, sondern das blöde Rezept, ja?” Klar weiß ich das.

Olympiaball

Filed under: | Mathias | 13. Okt 2004 | 20:50 Uhr

ballfee

Am vergangenen Samstag im Kurhaus Wiesbaden. Bei den Vorbereitungen mittags begegnet mir eine ältere Dame, die mich danach fragt, was das heute abend für ein Event sei. Es ist die olympische Ballnacht, bei der die hessischen Sportler, die in Athen irgendetwas gerissen haben, geehrt werden sollen. Später bekomme ich von Klaus, unserem Aufnahmeleiter, eine Flanierkarte (Mitarbeiter/Künstler/Presse) in die Hand gedrückt. Ja Herrschaftszeiten, wenn wir schon unsere Sprache mit beiden Händen aus dem Fenster werfen, wieso heisst das Ding jetzt nicht walkaround-ticket?

Die Notleine.

Filed under: | Mathias | 11. Okt 2004 | 22:36 Uhr

kloo

Behindertenklos finde ich echt klasse und wenn ich die Wahl habe, gehe ich immer lieber auf sie, weil es dort besser riecht, man mehr Platz hat und vernünftige Griffe an Klo und Waschbecken vorfindet. Sogar an Seife wird hier meist gedacht. Man sitzt darauf so schön hoch und kann, gehen wir mal von einer normalen Körpergröße von 176cm aus, seine Füße wie zu Kindheitszeiten baumeln lassen.

Heute jedoch kam einer der Pförtner zu mir in die Toilette gerannt und zwar weil ich die Notleine für eine Lüfterleine hielt und daran gezogen hatte. Im Gegensatz zu dem hier fotografierten Modell, dass ich erst ein paar Stunden später entdeckte, hatte sie nämlich keinen Aufdruck, der darauf hinwies und sie war auch nicht rot, sondern weiß. Auch neu: Ich musste mich noch nie in meinem Leben in einem Klo rechtfertigen.

Sonntags im Maintower

Filed under: | Mathias | 11. Okt 2004 | 19:33 Uhr

panlas
Sonntags ist der Maintower inzwischen geschlossen. Kein vernünftiger Mensch rennt dort noch herum. Das heisst nicht ganz: das einzige, was sich hier noch in Europas höchstem Studio bewegt, ist das Fernsehen selber. Die sowieso recht eigenwillige benachbarte Maintower-Bar hat vor einer Woche den Sonntagsdienst quittiert und da sie das völlig überraschend tat, führte das auch zu der ein, oder anderen kuriosen Panne. Diese Woche hielten sich z.B. ein paar Frauen gegenseitig die Toilettentüre auf, da es dort kein Licht mehr gab. Sieht ulkig aus, wenn dieses “Kettenlicht” eingerichtet wird. Eine Dame hält die Studiotüre auf, um den Flur aufzuhellen. Eine zweite macht das gleiche mit der Türe zum Toilettenraum. Ob eine dritte nun die Klotüre selbst aufhält, wollte ich diskreterweise nicht herausfinden – ich habe mich grinsend verdrückt. Eine neue Aufgabe für den Lichtsezenden Kameramann? Wo sollen eigentlich die Herren Pipi machen? Im Gegensatz zu den Damen, befindet sich die Herrentoilette nämlich inmitten der Bar und ist vom Studio aus nicht erreichbar. Vielleicht werden sie künftig einzeln einen Stock höher an der Maske vorbei, zu den Redaktionstoiletten geführt. Wir selbst haben etwas Glück im Unglück, denn unsere Aufnahmeleiter haben mit viel goodwill irgendwie einen unauffälligen Schlüssel zur Bar geschnorrt. Das ist vor allem für die Raucher im Team wichtig, die sich sonst nirgends im Haus mehr (auch auf dem Dach nicht) eine Fluppe anzünden dürfen.

So herrscht jetzt eine seltsame Melancholie in der 53. Etage und ich frage mich: “Wird es zur Weihnachtszeit hier oben vereisen, wie bei Dr. Schiwago?”

[Update:]
Das glaubt mir doch wieder keiner. Seit vergangenen Sonntag (17.10.) werden Taschenlampen ausgegeben, die jeder benutzen darf, der mal muß.

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