Kylaloo

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Mein abendlicher Kakao.

Abgelegt unter: | Mathias | 28. Aug 2004 | 03:02 Uhr

Tasse

Eine meiner liebsten Traditionen: Bevor sie ins Bett geht, macht Lilo uns einen Kakao. Traditionell ist sie aber auch dafür bekannt, ständig etwas neues auszuprobieren.

Heute ist es mal wieder soweit. Strahlend reicht sie mir den dampfenden Becher: “Hier, versuch mal - der ist etwas ganz besonderes!”

Farblich ist er mir schon zu dünn. Mein Kakao muß nicht nur tiefbraun sein, sondern auch fast so zäh, wie geschmolzene Schokolade. Auch roch dieser hier überflüssigerweise nach Zimt und das passt in meine Geruchswelt bestenfalls zur Weihnachtszeit. Zögernd nahm ich also einen ersten Schluck. Nelke! Wenn es einen Geschmack gibt, den ich im Kakao nicht ertrage, ist das Nelke.

Ich lächle Lilo tapfer an und frage, ob sie vielleicht noch etwas von dem altmodischen Kakao hätte. Natürlich weiß sie, was ich damit meine. Gleichzeitig ist sie aber auch davon überzeugt, dass ich in solchen Dingen etwas altbacken bin und zur Modernisierung liebevoll gezwungen werden muß. Kämpferisch lächelt sie also zurück. “Vielleicht habe ich ihn nur zu dünn gemacht.” Sie rieb sich nachdenklich das Kinn.

Mein Einwand mit der Nelke kam zu spät, sie war schon wieder zurück in der Küche einen neuen ansetzen. Ich ahne, wie intensiv der Nelkengeschmack gleich sein wird und folge ihr. “Zeig mir doch mal die Packung”, versuche ich mich diplomatisch ins Geschehen einzumischen. “Ist schon weg, ich habe ihn in den blauen Spender dahinten umgefüllt.”

Typisch. Sie ertägt es nicht, wenn lose Produkte Luft kriegen und Packungen, die nicht luftdicht schließen sind ihr ein Greul. Selbst Salzstreuer haben bei uns einen Deckel. “Gibst Du ihn mir mal?” Sie deutet auf eine Ansammlung von luftdicht schließenden Spendern rechts neben mir im Regal. “Welchen?” “Na, den blauen!” “Da stehen zwei” “ja, ähmm, den linken…, nee, den rechten” Ich gebe ihr also den rechten. Und während Lilo nun das Pulver in die heisse Milch rührt, spiele ich mit dem linken Spender. Wieso klebt sie bloß die Schildchen immer auf den Boden der Spender? Aus ästhetischen Gründen? Weil man sie so sauberer halten kann? Ich drehe den Spender in meiner Hand um.

“Kakaopulver/neu” steht da. Ich muß grinsen. “Hmm, das duftet aber!”, lobe ich sie scheinheilig, gehe zu ihr und drehe den Spender um, den sie gerade benutzt hat.
Indisches Zahnpulver.

Die Sache mit dem Trackback

Abgelegt unter: | Mathias | 19. Aug 2004 | 06:37 Uhr

Trackback

Willkommen beim großen Trackback-Kurs für Begiffsstutzige.
Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das ist. Ich weiß nur, dass es ungeheuer wichtig klingt und ich überall wissend herumnicke. So, als ob ich Bescheid wüsste und Gott-sei-dank fragt auch keiner groß nach, wenn das Thema auf Trackback kommt.

Nico Brünjes hat für Insider einen herausragenden Artikel verfasst, den zumindest ich nicht verstand, und darum das Thema Trackback auch verschämt nach hinten verschoben habe. Mittlerweile bin ich aber wild entschlossen, dem ganzen Zauber einmal auf den Grund zu gehen.

Also probiere ich das jetzt mal hier und jetzt aus:

Olaf vom deutschen WP Forum gab mir freunlicherweise einen Link zum ausprobieren der Trackback-Funktion, den man bedenkenlos so häufig testen kann, “bis der Arzt kommt”, wie er meint.

Ich nehme also jetzt diesen Link und kopiere ihn, während ich den Artikel hier schreibe, in das dafür vorgesehene Textfeld. Soo. Und jetzt veröffentliche ich das ganze mal und harre der Dinge…

Haaa, das ist ja spannend.

Folgendes ist passiert:
Der Trackback-Link gehört ja im Grunde zu einem Artikel in einem fremden Blog. Die Eintragung dieses Links bei mir, hat jetzt dort eine Eintragung in den Kommentaren bewirkt. Es erscheint der komplette Anfang des Artikels, den ich bisher hier geschrieben habe. Will man diesen Artikel nun weiterlesen, kommt man durch den dortigen Link, direkt hierher auf mein Blog. Wenn man so will ist der Trackback also nicht anderes, als der direkte Link zu den Kommentaren eines Artikels eines fremden Weblogs.

Klingt irgendwie unlogisch und umständlich, nicht wahr?
Warum schreibt man also nicht direkt vor Ort einen Kommentar?

Nun, stellen wir uns mal vor, dass ich in meinem eigenen Blog in der Vergangenheit bereits etwas geschrieben habe, das genau dazu passen würde. Soll ich diesen Beitrag jetzt herauskramen, ausschneiden und dort bei den Kommentaren wieder hineinpappen, oder wäre es nicht erheblich eleganter, im anderen Weblog einen feinen Link zu meinem Artikel zu plazieren? Ausserdem ist diese Methode auch ein willkommene Gelegenheit den User mal einzuladen sich hier umzuschauen. Und wenn man mal genauer darüber nachdenkt, fallen einem einen ganzen Haufen Dinge ein, die dadurch jetzt einfacher und praktischer werden.

Das beste: Alles passiert völlig automatisch. (sofern natürlich die Software beider Blogs das unterstützt)

Kurzanleitung

  • Man entdeckt einen interessanten Artikel und sucht dort (meist irgendwo bei den Kommentaren) nach dem Trackback Link. Den kopiert man sich.
  • Zurück zum eigenen Weblog. Hier schreibt man einen Beitrag, der zu dem interessanten Artikel passt.
  • In die Zeile TrackBack fügt man den kopierten Link ein und veröffentlicht den Beitrag
  • Alternativ zum “neuschreiben” kann man (sofern vorhanden) einen passenden Artikel bei sich suchen und auf Editieren klicken. Man fügt den Trackback-Link in die dafür vorgesehene Zeile und veröffentlicht das ganze wieder.
  • Man holt sich etwas zu trinken und besucht anschließend die Kommentare des interessanten Artikels.
  • Man staunt, dass dort jetzt der eigene Beitrag zu finden ist. (evtl. nur Auszugsweise)

Anmerkung 1:
Natürlich darf man seine Trackback Funktion hier auch ausprobieren, wobei aber die oben erwähnte Adresse eigens dafür ins Leben gerufen wurde. Wäre also nett, wenn ihr sie auch nutzen würdet. Ich werde es ansonsten genauso halten und die Test-Trackbacks, die hier auflaufen von Zeit zu Zeit löschen, damit das hier nicht überläuft…

Anmerkung 2:
Ein blödes Problem ist derzeit der Trackbackspam, der mich sozusagen auf dem linken Fuß erwischt hat. Ein Problem deshalb, weil es keine gescheiten Mittel derzeit gibt, die ein differenziertes Vorgehen erlaubt. So muß ich schweren Herzens den Gang in die Moderation durchgeben. Also aufgepasst: JEDER Trackback landet im Augenblick automatisch in der Moderation und muß von mir per Hand freigegeben werden. Ich verspreche allerdings, dass ich diesen dummen Sicherheitsmechanismus sofort entferne, sobald es ein besseres Werkzeug (Plugin?) gibt. Ich verspreche aber auch, dass ich mindestens einmal am Tag hier nachschauen werde und “gutwillige” Trackbacks freigebe.

Weitere Artikel: 1

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