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Kamerakontrolle

Abgelegt unter: | Mathias | 04. Nov 2004 | 05:22 Uhr

maren

Kamerakontrolle ist der Sammelbegriff für all das, was sich technisch mit unseren Kameras beschäftigt. Wenn wir also an der Kiste stehen und der Sucher irgendwie matschig aussieht, oder die Kamera nicht im Gleichgewicht ist und ständig nach vorne überkippt, dann drücken wir links ein kleines unscheinbares Knöpfchen, worauf es kurze Zeit später im Kopfhörer knackt und eine Stimme “Kammerakontrolle” vor sich hin murmelt. Ich bin dann sozusagen mit dem anderen Ende jenes roten Kabels verbunden, dass die Kabelhelfer hinter mir, immer unter grossem Stoßsäufzern zu zähmen versuchen.

Die Kollegen auf der anderen Seite dieser Telefonleitung (Neudeutsch: Intercom) steuern und regeln unsere Kameras, sodass wir zum Beispiel keine Blende mehr ziehen müssen. Kurzum: Es ist enorm praktisch, solche Kollegen zu haben. Damit das aber auch reibungslos läuft, befindet sich stets einer von ihnen in unserer Nähe, denn nicht immer lassen sich die Probleme an der Kamera mit den Kameraleuten direkt lösen. Das Auflagemaß ist da so ein hübsches Beispiel. Praktisch unsichtbar sorgen sie, wie Wichtel im Hintergrund dafür, dass die Kameras bei Regen eine wasserdichte Haube erhalten, ein Stativ dort steht, wo es hin soll und dass das, was wir so drehen, seinen geheimnisvollen Weg über die Sendeschüssel auf dem Dach des Übertragungswagens in das Studio im Rundfunkgebäude findet. Tja und manchmal zeigen sie einem Menschen auch, der als Kameramann eingekauft wurde, geduldig wo der Sucher ist.

Manchmal übersehen die eitleren Kameraleute unter uns einfach, dass die Kameratechniker die ersten sind, die unsere Bilder zu Gesicht bekommen und darum können sie auch sehen, wie wir zu ihnen gekommen sind. Beängstigend viele unter ihnen sind in der Lage, gute von schlechten Bildern zu unterscheiden und hinter so manch technisch klingenden Bemerkung versteckt sich ein bitterböser ironischer Kommetar zu der Kameraarbeit.

Maren zum Beispiel, muß man schon ein wenig kennen, bevor man ihre Kommentare und Blicke richtig einordnen kann und man sollte sich bloß nicht in Sicherheit wiegen, wenn sie wortkarg wieder einmal so tut, als interessiere sie gerade nichts…

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