Früh übt sich.

Heute auf der Straße beobachtet: Zwei, vielleicht vier Jahre alte Bengel, hatten sich in der Wolle, und versuchten nun, wie die Kesselflicker zu fluchen. Wenn Kinder Erwachsene nachahmen, kann das ziemlich komisch werden. In diesem Fall, baut sich plötzlich der eine vor dem anderen auf, zeigt ihm die geschlossene Faust mit abgespreiztem kleinen Finger und beschimpft ihn wüst mit “Mixer!”
Das war der witzige Teil.
Weniger witzig war das dumpfe Gefühl in Wiesbaden im Park hinter dem Kurhaus. Dort stehen in drei Grüppchen arrangiert, verschiedene Koffer und Taschen aus Metall in der Weltgeschichte herum, geradeso, als hätte sie jemand vergessen. Eigentlich ein fröhliches Kunstwerk und mulmig wird einem bei dem Anblick sicher erst seit dem 11 September 2001.
Ein Kommentar von: ssp | 22. November 2004 | 21:42 Uhr
Ich habe vor kurzem auch einen von diesen Manager-Stahlkoffern gefunden bzw. etwas versteckt in einem Park entdeckt. Ich ärgere mich jetzt noch ihn nicht mitgenommen zu haben. Was war wohl darin? Geld, Koks, wertvolle Informationen? Ich werde es nie erfahren. Vielleicht hätte die Entscheidung ihn mitzunehmen mein Leben verändert…
Ein Kommentar von: Mathias | 23. November 2004 | 07:30 Uhr
Lilo meinte gestern abend, dass aus dem Artikel nicht eindeutig hervorginge, dass es sich bei den Koffern tatsächlich um fest im Boden verankerte Kunstweke handelt…
Selbst für diesen Fall finde ich den Kommentar anregend
Ein Kommentar von: ssp | 23. November 2004 | 14:06 Uhr
Ach tatsächlich?
Ne das hatte ich auch nicht herausgelesen. Danke für den Hinweis. Das ist ja ein nette Kunstwerk. Interessante Idee.
Ein Kommentar von: Doe | 23. November 2004 | 19:21 Uhr
Noch nie was vom Herrn Josef Beuys gehört? Scheinbar spukt der jetzt auch in Wiesbaden …
Ein Kommentar von: Mathias | 23. November 2004 | 21:30 Uhr
Upps, dann klären wir doch mal auf:
Nein, es war nicht Beuys, sondern von Weizsäcker. öh~ Andreas von Weizsäcker.
Die Koffer sind ein Teil des diesjährigen Wiesbadener Kultursommers,
Zitat aus einem Artikel des Wiesbadener Kuriers:
[...] Für die ersten Betrachter waren das die Gepäckstücke von Andreas von Weizsäcker allerdings nicht: Sie riefen die Polizei an. So echt wirken die gusseisernen Reisetaschen, so wenig erwartet man sie an diesem Ort [...]
Ein Kommentar von: Mario | 24. November 2004 | 00:49 Uhr
Zu früheren Zeiten war es ein Happening, in Karlsruhe links neben dem Schloss eine Tasche/Koffer abzustellen und schnell zu verschwinden. Die Jungs vom BGS, die den dort befindlichen BGH bewachen haben sehr bald dann immer das Räumkommando einlaufen lassen.
Müsste noch irgendwo Bilder haben, die ich mit meiner Spionage Minox (RitschRatsch Kamera, so groß wie ein Feuerzeug) in feinster Lomo-Manier geschossen habe.
Hach, was waren wir kindisch!
Ein Trackback von: Cards | 14. Januar 2006 | 05:41 Uhr
Cards
Cards it could not keepest solely from his bowsprits, it must have stepp’d long fenestrated in the hearts of these skulkers. With wondrous cusco re-sealed Cards explorers beat up and down the street-boys sw