Kylaloo

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Brummhotel

Filed under: | Mathias | 16. Jun 2010 | 23:57 Uhr

Schon an der Rezeption fiel es mir unangenehm auf. So ein dumpfes, tiefes Brummen. Da ich aber neben einem Weinschrank mit elektrischer Kühlung stand, dachte ich zunächst, dass man nur dieses blöde Ding etwas von der Wand rücken muss, damit das Gebrumme endlich aufhört. Wie mich das aufregt, dass die Tante an der Rezeption wohl taub ist und den Zustand einfach ignoriert. Heutzutage hört ja keiner mehr Störgeräusche in seiner Umgebung, so wie sich in Hamburgerläden auch keiner mehr am insistierenden Pfeifen der Friteusen stört, oder auf Tankstellen am rauschenden Radio.

Gut dass ich jetzt meinen Schlüssel bekomme und zum Aufzug gehen kann.
Im Aufzug wird das Brummen lauter. Ah, das ist also der Übeltäter. Wie blöd, dass jetzt nur noch Fachleute der Aufzugsfirma das wahrscheinlich abstellen können. Die haben jetzt Feierabend und sind sicher nicht mehr erreichbar.

Na hoffendlich ist mein Zimmer also nicht zu nah am Aufzug.

Doch isses. Direkt nebendran sogar und das Brummen ist im Zimmer laut und deutlich zu hören. So laut, dass ich mittlerweile den Verdacht habe, dass es die Klimaanlage im Hotel sein muss, die da so einen Lärm macht. Böse schaue ich nach oben, dort, wo die Schlitze der Anlage zu sehen sind und überlege, ob ich gleich mal runter gehe und das mit der Rezeption bespreche. Nee, besser noch, ich rufe sie an.

Auf dem Weg zum Telefon wird das Brummen noch lauter. Ist ganz nah. So nah, dass es unmöglich die Klimaanlage sein kann. Mein Blick fällt auf meinen Koffer. Ungläubig starre ich ihn an. Hat Lilo mir einen Wecker gekauft und zugesteckt? Ich lege vorsichtig die Hand auf den Tragegriff. Tatsächlich – das Brummen kommt aus dem Koffer. Ich öffne ihn, taste herum, greife in den Kulturbeutel und halte plötzlich meine elektrische Zahnbürste in der Hand.

Ist das Macbook pro noch pro?

Filed under: | Mathias | 16. Jun 2009 | 01:56 Uhr

expresscard

Hat Apple den Verstand verloren? Sie haben doch tatsächlich den ExpressCard Slot aus dem 15” MacBook pro entfernt. Ersetzt durch einen popligen SD Card Reader. Nicht einmal für ein Multicardreader reicht noch der unternehmerische Horizont, geschweige denn für BlueRay. Nein, nur das billigste, amateurhafteste, was man finden konnte, wird in ein Gerät mit professionellen Ansprüchen verbaut.

Das bedeutet: Meine Arbeit als Videojournalist wird in Zukunft damit nicht mehr möglich sein, denn meine Kamera zeichnet ihre Daten nicht auf Band, sondern auf Karten mit dem empfohlenen “neuen Standard” ExpressCard auf. Mit dem neuen Macbook pro kann ich in Zukunft meine Filme nicht mehr einladen und damit auch nicht bearbeiten.

Mal langsam, könnte man sagen: Kauf Dir doch das Lesegerät, oder gleich das 17” MacBook pro, das diesen Slot (wie lang noch?) hat. Klar kann ich das, aber als VJ bin ich gezwungen, meine Ausrüstung so knapp, wie möglich zu halten, denn schließlich trage schleppe ich es auch alleine durch die Welt. 17” ist zu groß und passt nicht mehr in meinen Rucksack. Ebensowenig dieses tolle teure Lesegerät, mitsamt seiner Verkabelung, dass zudem auch noch nach einem Stromnetz schreit.

Kurzum: Mein persönlicher Workflow-Vorteil gegenüber AVID und Windows ist dahin.

Danke Apple.
Jetzt überlege ich, mit welchen Flüchen ich Euch strafen werde.

Turnfest unser

Filed under: | Mathias | 30. Mai 2009 | 01:52 Uhr

Turnmatte
Man merkt es doch erst an den Opfern, wie sehr ich meinen Beruf lieben muss. Wie sonst komme ich dazu, ausgerechnet beim Turnfest den Gerätetester zu mimen?

Alles nur, weil ich als Kind bereits von meiner engsten kleinen runden Verwandschaft,
hoch wie breit, mit Cola vollgeschüttet wurde.

Um mich ein wenig zu motivieren, rüstete ich mich folgerichtig mit dem sündhaft teuren, aber stilistisch korrekten Turnmattensleeve für meinen Laptop aus.

Auto auf Auto zu

Filed under: | Mathias | 23. Mai 2009 | 00:20 Uhr

schluessel
Heute beim Einkaufen: Bei strahlender Sonne und bester Laune parken wir den Smart. Unser Ritual dabei: Lilo schließt das Verdeck und die Türen, ich hole in der Zwischenzeit den Einkaufswagen.

Doch diesmal läuft alles anders. Lilo schließt ab und eine Sekunde später öffnet sich die Türe wieder. Sie probiert es erneut. Sie drückt auf den Schließknopf des Schlüssels und schwupps ist der Wagen wieder offen. Was ist das denn? Die Elektronik spinnt wohl! Verwundert wechselt sie die Seite. Tür zu – und – klack – ist sie wieder offen.

Das geht noch etwa vier mal so, bis die gute Laune zu schwinden beginnt. Jetzt versucht sie es an der Kofferraumklappe. Wieder das gleiche Ergebnis. Entnervt ruft sie mich. Da ich aber nicht gleich antworte, wendet sie den Blick vom Auto ab und sucht nach mir.

Ich stehe neben dem Einkaufswagen, habe den Zweitschlüssel in der Hand und grinse.

Wenn Focus dringt und singt

Filed under: | Mathias | 04. Mrz 2009 | 03:26 Uhr

Obama dringt
Obama wird bedrängt, doch Obama drängt zurück. Erst dachte er daran, die Armee zu drängen, bis zum Focus vorzudringen. Doch das Volk drängte ihn dazu, nicht so aufdringlich zu sein. Dieser Gedanke wiederum, drang in ihn ein und bedrängte ihn, doch eher auf sein Gewissen zu hören.

Also hat er das gelassen.

Und Focus? Der pfeift auf’s Korrekturlesen
und dringt sicher schon bald auf eine neue Rechtschreibung.

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