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Ist das Macbook pro noch pro?

Abgelegt unter: | Mathias | 16. Jun 2009 | 01:56 Uhr

expresscard

Hat Apple den Verstand verloren? Sie haben doch tatsächlich den ExpressCard Slot aus dem 15” MacBook pro entfernt. Ersetzt durch einen popligen SD Card Reader. Nicht einmal für ein Multicardreader reicht noch der unternehmerische Horizont, geschweige denn für BlueRay. Nein, nur das billigste, amateurhafteste, was man finden konnte, wird in ein Gerät mit professionellen Ansprüchen verbaut.

Das bedeutet: Meine Arbeit als Videojournalist wird in Zukunft damit nicht mehr möglich sein, denn meine Kamera zeichnet ihre Daten nicht auf Band, sondern auf Karten mit dem empfohlenen “neuen Standard” ExpressCard auf. Mit dem neuen Macbook pro kann ich in Zukunft meine Filme nicht mehr einladen und damit auch nicht bearbeiten.

Mal langsam, könnte man sagen: Kauf Dir doch das Lesegerät, oder gleich das 17” MacBook pro, das diesen Slot (wie lang noch?) hat. Klar kann ich das, aber als VJ bin ich gezwungen, meine Ausrüstung so knapp, wie möglich zu halten, denn schließlich trage schleppe ich es auch alleine durch die Welt. 17” ist zu groß und passt nicht mehr in meinen Rucksack. Ebensowenig dieses tolle teure Lesegerät, mitsamt seiner Verkabelung, dass zudem auch noch nach einem Stromnetz schreit.

Kurzum: Mein persönlicher Workflow-Vorteil gegenüber AVID und Windows ist dahin.

Danke Apple.
Jetzt überlege ich, mit welchen Flüchen ich Euch strafen werde.

Turnfest unser

Abgelegt unter: | Mathias | 30. Mai 2009 | 01:52 Uhr

Turnmatte
Man merkt es doch erst an den Opfern, wie sehr ich meinen Beruf lieben muss. Wie sonst komme ich dazu, ausgerechnet beim Turnfest den Gerätetester zu mimen?

Alles nur, weil ich als Kind bereits von meiner engsten kleinen runden Verwandschaft,
hoch wie breit, mit Cola vollgeschüttet wurde.

Um mich ein wenig zu motivieren, rüstete ich mich folgerichtig mit dem sündhaft teuren, aber stilistisch korrekten Turnmattensleeve für meinen Laptop aus.

Auto auf Auto zu

Abgelegt unter: | Mathias | 23. Mai 2009 | 00:20 Uhr

schluessel
Heute beim Einkaufen: Bei strahlender Sonne und bester Laune parken wir den Smart. Unser Ritual dabei: Lilo schließt das Verdeck und die Türen, ich hole in der Zwischenzeit den Einkaufswagen.

Doch diesmal läuft alles anders. Lilo schließt ab und eine Sekunde später öffnet sich die Türe wieder. Sie probiert es erneut. Sie drückt auf den Schließknopf des Schlüssels und schwupps ist der Wagen wieder offen. Was ist das denn? Die Elektronik spinnt wohl! Verwundert wechselt sie die Seite. Tür zu – und – klack – ist sie wieder offen.

Das geht noch etwa vier mal so, bis die gute Laune zu schwinden beginnt. Jetzt versucht sie es an der Kofferraumklappe. Wieder das gleiche Ergebnis. Entnervt ruft sie mich. Da ich aber nicht gleich antworte, wendet sie den Blick vom Auto ab und sucht nach mir.

Ich stehe neben dem Einkaufswagen, habe den Zweitschlüssel in der Hand und grinse.

Wenn Focus dringt und singt

Abgelegt unter: | Mathias | 04. Mrz 2009 | 03:26 Uhr

Obama dringt
Obama wird bedrängt, doch Obama drängt zurück. Erst dachte er daran, die Armee zu drängen, bis zum Focus vorzudringen. Doch das Volk drängte ihn dazu, nicht so aufdringlich zu sein. Dieser Gedanke wiederum, drang in ihn ein und bedrängte ihn, doch eher auf sein Gewissen zu hören.

Also hat er das gelassen.

Und Focus? Der pfeift auf’s Korrekturlesen
und dringt sicher schon bald auf eine neue Rechtschreibung.

Hochzeit bei Amazon

Abgelegt unter: | Mathias | 20. Feb 2009 | 02:21 Uhr

hochzeit
Also da stöbere ich halbwegs gelangweilt durch mein Lieblingskaufhaus im Internet und bleibe plötzlich am Hochzeitsbanner hängen. Ich schaue genauer hin, kratze mich am Kopf und will es nicht glauben.

Was macht denn die Frau da auf dem Foto?

BLU Szenepreis

Abgelegt unter: | Mathias | 27. Jan 2009 | 08:05 Uhr

Blu

Lilo und ich haben gerade zum zweiten mal für Timm TV gearbeitet. Diesmal wurde der BLU Szenepreis in Frankfurt vergeben und ich muss mit Schrecken feststellen, dass wir kaum eine Insidergröße kennen.

Pikanterweise führt sowas dazu, dass wir völlig Unbekannte auf dem roten Teppich huldvoll mit dem Mikro ansprechen, weil sie irgendwie wichtig aussehen und im Gegenzug ziehen “bekannte Gesichter” beleidigt an uns vorbei. Erbost, weil wir sie ganz offensichtlich ignorieren.

Sowas nennt man dann Zickenalarm.

Also, das sieht ja fast so aus, als sollte man sich mal in die Szene etwas einarbeiten. Vokabeln lernen zum Beispiel. So verstand ich Thomas Hackenbergs Bemerkung, dass Alfred Biolek lange im Schrank stand, so richtig erst beim zweiten Anlauf.

Ziemlich wuschig war dann auch die Veranstaltung. Viel Partylaune bei den Anwesenden, allen voran Katy Karrenbauer, die zugunsten der Stimmung am liebsten den VIP Bereich auflösen wollte und Ross Anthony, der sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen konnte, endlich herauszufinden, was eine Drag Queen unten drunter anhat und wie oft sie sich die Beine rasiert.

Wie gesagt – da gibt es noch eine Menge zu lernen – in der Szene.

Bitte tuts nicht

Abgelegt unter: | Mathias | 07. Jan 2009 | 14:14 Uhr

Jeblebt

Manchmal soll es ja helfen, wenn man früh genug über Gefahren informiert.
Meistens jedoch, tun Kinder dann genau das Gegenteil von dem, was vernünftig wäre.
Und die Amerikaner werden oft und gerne mit Kindern verglichen.

Wie ich lese, wird derzeit Jeb Bush, der kleine Bruder von dem, der uns ins Unglück geritten hat, als Kandidat für die Präsidentschaft nach Obama aufgebaut.

Ist das nicht irre?

Anstatt also auf die Knie zu fallen und sich heulend bei der Welt für die selbst gebastelte Krise zu entschuldigen, lancieren die jetzt den nächsten aus der Sippe.

Mac Schnarchfest

Abgelegt unter: | Mathias | 06. Jan 2009 | 20:18 Uhr

Appleschnarch

Ich weiß, warum Steve Jobs diesmal lieber krank war, als uns den magischen Zampano auf der Bühne der Macworld Expo Keynote in San Francisco zu machen.

Sie hatten schlicht nichts neues zu vermelden.

Kein Riesen iPod, kein 17er MacBook pro mit 4 Herzen, oder ein Mac-Netbook, das den Markt iPod-mässig aufmischt. Ja nicht einmal ein aufgemotzter MacMini war dabei. Nichts ausser langweiligen Produkt Updates, die man sowieso im Rahmen einer Produktpflege erwarten darf.

Soll das etwa eine tolle Nachricht sein, dass man bei iTunes die 99ct Grenze geschmissen hat? Ich weiß doch jetzt schon, dass die Titel, die mich interessieren, niemals zu den günstigeren zählen werden, sondern stets zu den guten neuen, den teureren 1.29 Euro.

Nee Phil, ich kaufe vorerst mal nichts.
Eine “Bahnbrechende Batterietechnologie”, die “bis zu” 8 Stunden halten soll, lockt mich leider nicht hinter meinem iMac hervor. Warten wir überhaupt erst mal ab, was von dem fantastischen Versprechen mit den 8 Stunden in der Realität übrig bleiben wird. Und nur darum.

Dann kam noch die Ankündigung iWork online laufen lassen zu wollen. Ihr seid ja vielleicht mutig. Seit dem sagenhaften MobileMe, weiß ich doch erst, dass man besser warten sollte. Gekauft habe ich eine grottenlahme und für mich überflüssige Familienlizenz, die ich überhaupt nur darum weiterführe, weil ich ein unverbesserlicher Apple Jünger bin.

Steve hat recht: Da kann man doch nur krank werden.

Bemerkenswert, diese letzte Keynote.
Alles andere als ruhmeshaft, alles andere, als innovativ.
Sie haben einfach saft- und kraftlos Dinge abgespult, die da gerade auf dem Schreibtisch der Konstrukteure herum lagen.

Aber eines ist für mich jetzt klar:
Soeben hat die Post-Jobs Ära begonnen.

Al-Wazir nicht wisst

Abgelegt unter: | Mathias | 04. Jan 2009 | 23:45 Uhr

tarek
Nee Tarek, so wird das nichts. Erst regst du dich über Koch auf, willst ihm das ein, oder andere nie verzeihen und dann treibt dich dein “Lieblingsfeind” auch noch beim letzten Wahlkampf mit einigen Plakaten auf die Palme.

Und jetzt?

Al-Wazir hob hervor: „Wenn Schwarz-Gelb die Mehrheit verfehlen sollte, schließen wir ausdrücklich keine Option aus.“

Wie Bitte? Was ist dass denn? Haben deine Kritiker also doch Recht, wenn sie behaupten, dass du nur nach oben willst – egal wie?

Anders, als Du, schließe ich aber bereits jetzt schon, also vor der Wahl, die Option aus, Dich zu wählen. Viel zu gefährlich. Nicht auszudenken, wie sehr mich das Bild mitnehmen würde, wie da drei auf der Regierungsbank selbstgerecht herumflachsen und ironisch lächelnd den Roten beim Männchen machen am Rednerpult zuschauen.

Irgendwie glaube ich, ich sollte gleich einen von den beiden anderen wählen und es nicht erst darauf ankommen lassen, dass die Grünen verlegenheitshalber mit ihrem Feind zusammenarbeiten müssen. Hätte ich auch nie gedacht, dass ich mal in Erwägung ziehe, die CDU nur zu wählen, damit die Grünen nicht ihr Gesicht verlieren.

Warum nicht gleich die FDP, die derzeit mit dem Slogan “Unser Wort gilt” im Rennen ist? Ich weiss allerdings auch nicht, warum ich bei diesem Slogan ständig an die Kirchen denken muss. Vielleicht weil sie von Amts wegen Gottes Wort verkünden,
dass -wie wir alle wissen- über alle anderen Wörter steht.

Naja- und dann schiesst es mir wieder unwillkürlich durch den Kopf:
“Muss ich umlernen? Gilt sein Wort nicht mehr?”

Der linke und rechte Roger Podstatny

Abgelegt unter: | Mathias | 04. Jan 2009 | 01:45 Uhr

Roger
Dass derzeit die hessischen Parteien heftigst nach Lösungen schauen, die dem Wähler schmecken ist nicht ungewöhnlich. Nach dem Ypsilanti Debakel wissen wohl aber einige nicht mehr so genau, wo sie stehen. Bei der SPD Höchst zum Beispiel, kann man derzeit einen linken und rechten Roger Podstatny bewundern.

Schauen sie mal genauer hin.

Denn damit alles optisch so passt, wie sich das die Grafiker gedacht haben, wurde das Bild einfach nach Geschmack gespiegelt. Zu dumm aber, dass die beiden Bilder derzeit praktisch nebeneinander stehen und man darum das Missgeschick allzu deutlich sieht.

Fragt sich jetzt, ob der Höchster Bürger auch weiß, ob er den linken Roger wählt, oder den rechten. Liebe SPD, um das Spektrum weiter zu erweitern, schlage ich vor, noch ein Bild von vorne und von hinten zu veröffentlichen. Das würde zusammen mit einem Bild von oben und unten zumindest gestalterisch gesehen die Mitte am ehesten ansprechen.

Oder nicht?

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